Bevor Sie zur Bank gehen, um einen Kreditantrag zu stellen, ist es nicht nur wichtig zu wissen, welche Kredithöhe Sie benötigen. Zusätzlich sollten Sie sich als Darlehensnehmer darüber Gedanken machen, welche Höhe an Kreditraten Sie im Monat zurückzahlen können, ohne sich dabei zu überschulden und in finanzielle Probleme zu kommen.

Auch der Zeitraum, über den Sie den Ratenkredit zurückbezahlen wollen, ist wichtig. Überlegen Sie sich also genau, welche Kreditlaufzeit für Sie in Frage kommt. Während kurze Laufzeiten höhere monatliche Raten bedeuten, sind hier aber auch die niedrigen Kosten zu bedenken. Bei einer längeren Kreditlaufzeit sind zwar die Monatsraten niedriger, die Kreditkosten sind allerdings insgesamt höher, da hier die Zinskosten länger anhalten und das natürlich auch dann, wenn diese festgeschrieben sind.

Lange Kreditlaufzeiten erhöhen die Kosten

Bei der Wahl der Kreditlaufzeit spielen auch die Gesamtkreditkosten eine wichtige Rolle. Diese setzen sich aus der gewählten Kreditsumme sowie der Summe der monatlich errechneten Zinsen zusammen. Hinzu kommen nun noch die Bearbeitungsgebühren, welche auf die Zinsen gerechnet werden. Natürlich sinkt bei einer langen Laufzeit der monatliche Betrag. Durch die niedrige Tilgungsquote zahlen Sie allerdings auch mehr Zinsen, weil diese ja pro Monat berechnet werden. Die Zinskosten sind bei der Berechnung der Kreditlaufzeit also auf keinen Fall zu unterschätzen.

Einnahmen dokumentieren

Um die Kreditlaufzeit und die monatlichen Kreditraten zu ermitteln, ist es wichtig, dass Sie wissen, was Sie verdienen. Hierfür haben wir ein kleines Beispiel. Mal angenommen, Sie wollen Ihr Wohnzimmer komplett neu einrichten und brauchen hierfür einen Kredit in Höhe von 4.000 Euro. Bei Einrichtungen handelt es sich um langlebige Wirtschaftsgüter. Das bedeutet also, dass dies Anschaffungen sind, welche in der Regel nicht so schnell wieder anfallen. Aus diesem Grund ist es ratsam, dass Sie die Kreditlaufzeit so wählen, dass Sie diese bequem aus dem frei verfügbaren Einkommen tilgen können.

Das verfügbare Einkommen berechnet sich dabei ganz einfach. Hierfür werden alle Einnahmen, also das Nettogehalt, Mieteinnahmen, Kindergeld und Co. zusammengerechnet und nun den monatlichen Ausgaben gegenübergestellt. Daher ist es wichtig, nicht nur die Einkünfte genau zu kennen, sondern ebenso die Ausgaben.

Die monatlichen Ausgaben berechnen

Die monatlichen Ausgaben fallen bei jedem sehr verschieden aus. Hierzu gehören die monatlichen Verpflichtungen. Miete, Strom, Gas, Handy und Co. sind Monat für Monat zu zahlen und sollten daher genauestens aufgelistet werden können. Des Weiteren sollten Sie bei der Haushaltsrechnung auch die Versicherungsprämien und andere Zahlungen, die einmal im Jahr vorkommen, nicht vergessen. Die Raten für bereits abgeschlossene Kredite sowie die laufenden Kosten für das Auto gehören ebenso zu den Ausgaben. Natürlich kommen nun noch die Lebenshaltungskosten hinzu, wobei es hier Tabellen gibt, nach denen die Banken gehen. Vergessen Sie dabei nicht, dass Sie auch noch Freizeitaktivitäten berücksichtigen sollten. Je genauer Sie Ihre Ausgaben berechnen, desto kleiner ist das Risiko, dass Sie sich mit dem Kredit überschulden.

Es zählt nur das frei verfügbare Einkommen

Bei der Berechnung der Kreditlaufzeit und der Höhe der Kreditsumme ist nur das frei verfügbare Einkommen wichtig. Dabei handelt es sich um den Betrag, welcher übrigbleibt, nachdem die Ausgaben von den Einnahmen abgezogen wurden. Wenn Sie zum Beispiel noch 400 Euro im Monat über haben, so sollten Sie diese 400 Euro nicht komplett für die Rückzahlung des Kredits einberechnen. Seien Sie auf unvorhergesehene Ereignisse vorbereitet. So kann zum Beispiel mal die Waschmaschine kaputt gehen oder ein Kind braucht etwas Geld für eine anstehende Klassenfahrt. In dem Beispiel von 400 Euro im Monat sollte die monatliche Rate, welche getilgt werden muss, 200 Euro nicht übersteigen. Die jeweilige Kreditlaufzeit hängt nun natürlich auch von den Kreditkonditionen, vor allem von den Zinssätzen, ab.

Vergleichen Sie den effektiveren Jahreszins

Der Kreditanbieter gibt nicht nur den Sollzins an, sondern auch stets den effektiven Jahreszins. Damit können Sie nun unterschiedliche Angebote miteinander vergleichen. Der Effektivzins bezieht alle Kosten mit ein. Dazu zählen auch Nebenkosten, wie zum Beispiel die Bearbeitungsgebühren. Dieser liegt nur ein paar hundertstel Prozent über dem jährlich zu zahlendem Sollzins vom Kredit, ist jedoch sehr wichtig. Orientieren Sie sich bei einem Kreditvergleich also immer an dem effektiven Jahreszins.

Die richtige Kreditlaufzeit finden – lieber schnell tilgen?

Wie bereits erwähnt, hat die ausgewählte Kreditlaufzeit sowohl auf die Ratenhöhe als auch die monatlichen Belastungen Auswirkungen. Doch auch hier gibt es Unterschiede. Baukredite bzw. Immobilienkredite laufen zum Beispiel oft über mehrere Finanzierungsrunden, was bedeutet, dass hier eine Anschlussfinanzierung oft üblich ist.

Konsumkredite bzw. Sofortkredite oder Kleinkredite sind an eine einmal vereinbarte Laufzeit gebunden. Zusätzlich ist hier der Zinssatz über die komplette Kreditlaufzeit festgesetzt. Die Kreditlaufzeit gibt also an, nach wie viel Zeit ein Darlehen inklusiv aller Zins- und Nebenkosten zurückgezahlt ist. Am besten wählen Sie die Laufzeiten für den Kredit so aus, dass Sie sich privat nicht allzu sehr einschränken müssen.

Sondertilgungen vereinbaren

Sie erwarten eventuell Sondereinnahmen, wissen jedoch nicht, wann diese genau eingehen oder wie hoch sie schlussendlich ausfallen? Bei vielen Kreditinstituten können Sie Sondertilgungen vereinbaren. Diese sind vertraglich festzuhalten. Manche Banken legen dabei fest, wie oft Sie im Jahr Sondertilgungen leisten dürfen und wie hoch diese maximal sein können.

Wollen Sie den Kredit vor Ablauf der Kreditlaufzeit zurückzahlen, so achten Sie dringend auf die Vorfälligkeitsentschädigung, welche nun anfallen kann und oft gar nicht so gering ist. Auch diese muss für den Kreditnehmer ersichtlich im Vertrag festgelegt sein. Sondertilgungen müssen allerdings nicht dafür genutzt werden, um den Kredit vorzeitig abzuzahlen. Zusätzlich können Sie so die Ratenhöhe reduzieren und bei der gleichen Kreditlaufzeit bleiben.

Ratenpausen – aber bitte nur in Notfällen

Ratenpausen sind nicht selbstverständlich und werden auch nicht von allen Kreditinstituten angeboten. Allerdings gibt es bei einzelnen Banken die Möglichkeit, dass der Kreditnehmer einmal jährlich eine Ratenpause einlegt.

Wir raten Ihnen jedoch dazu, diese Möglichkeit bestenfalls als Notnagel anzusehen. Nur dann, wenn Sie unerwartete Ausgaben haben oder den Job verlieren, sollten Sie aussetzen. Eine Ratenpause hat vor allem die Aufgabe, sich zu überschulden oder im schlimmsten Fall einen SCHUFA Eintrag zu bekommen.

Zusatzkosten nicht aus den Augen verlieren

Natürlich geben die Banken Kredite nicht einfach so heraus. Sie wollen am Kredit Geld verdienen. Aus diesem Grund sollten Sie auch die Zusatzkosten nie aus den Augen verlieren. So ist zum Beispiel nicht bei allen Banken die Sondertilgung kostenlos. Fragen Sie daher dringen vor der Unterzeichnung vom Kreditvertrag nach, welche Zusatzkosten in welchen Situationen für Sie entstehen.

Kreditraten individuell festlegen

Egal, ob nun ein typischer Ratenkredit benötigt wird, der Privatkredit oder aber das große Baudarlehen, die Möglichkeiten sind sehr vielseitig. Beim Konsumentenkredit, wie zum Beispiel bei dem Kauf einer Waschmaschine, läuft es oft auch auf einen typischen Onlinekredit hinaus. Die Kreditart ist erstmal unwichtig. Viel wichtiger ist es, dass Sie mit den monatlichen Raten zurechtkommen und nur dann eine Kreditaufnahme in Betracht ziehen, wenn Sie damit kein finanzielles Risiko eingehen.

Vergleichen Sie dabei die unterschiedlichen Kreditangebote und achten Sie auf die Zinsbindung bzw. die Zinsbindungsfrist. Dafür gibt es unterschiedliche Kreditrechner, welche Sie online kostenlos nutzen können. Hier müssen Sie im Vorfeld festlegen, welche Kreditart Sie benötigen. Ob das Baudarlehen, ein Annuitätendarlehen oder sogar die Umschuldung von verschiedenen Restschulden.

Der Kreditrechner macht es möglich, nicht nur die optimale Kreditlaufzeit bei der ausgewählten Summe auszurechnen. Hier bekommen Sie einen optimalen Überblick in Sachen Tilgungsanteil bzw. Tilgungssatz, Bauzinsen samt Zinsniveau und auch die Zinsbindungsfristen unterschiedlicher Banken lassen sich problemlos miteinander vergleichen. Erst wenn Sie eine perfekte Übersicht haben und sich wirklich sicher sind, dass Ihre Kreditanfrage in den richtigen Händen gelandet ist, sollten Sie den Kreditvertrag für den von Ihnen benötigten Kreditbetrag unterschreiben.

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