In ganz verschiedenen Lebenslagen benötigen Menschen Geld, das sie nicht besitzen – in Form eines Kredites. Dabei existieren unterschiedliche Wege der Kreditaufnahme. Neben Unternehmen, die lediglich als Vermittler von Krediten auftreten, gibt es am Kreditmarkt auch „echte“ Kreditanbieter. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie Geld „aus eigener Tasche“ als Kredit ausgeben, also nicht lediglich als Vermittler fungieren. Kommt es zu einer Kreditvergabe, sind diese Kreditanbieter zeitgleich auch der Vertragspartner, dem die vereinbarte Kreditrate zusteht. Solche „echten“ Kreditanbieter treten juristisch betrachtet als Darlehensgeber bzw. Gläubiger auf. Die allgemeinen Kreditrisiken tragen Kreditanbieter selbst.

Folgende Unternehmen treten auf dem Kreditmarkt als Kreditanbieter auf:

Sparkasse

Die Sparkassen gehören zu den ältesten Bankhäusern hierzulande. Mit ihren zahlreichen Filialen zeichnen sie sich durch eine vergleichsweise starke Präsenz in der Fläche aus und fokussieren sich in erster Linie häufig auf das Geschäft mit Privatkunden. Die einzelnen Sparkassen sind jeweils regional tätig und grundsätzlich dem Allgemeinwohl verpflichtet. Die meisten der Häuser befinden sich nach wie vor in kommunaler Trägerschaft. Lediglich auf fünf sogenannte „freie“ Sparkassen trifft dies nicht zu. Dabei handelt es sich um die Bordesholmer Sparkasse, die Sparkasse Bremen, die Hamburger Sparkasse, die Sparkasse zu Lübeck und die Sparkasse Mittelholstein.

Die Sparkassen bilden einer drei Finanzsäulen im sogenannten Drei-Säulen-Modell des Finanzsystems. Zusammen mit den Landesbanken, der DekaBank und weiteren Verbundpartnern bilden die Sparkassen die sogenannte Sparkassen Finanzgruppe. Diese verfügt über insgesamt rund 18.000 Filialen.

Aufgrund der Tatsache, dass die Sparkassen als Universalbanken tätig sind verfügen sie über eine entsprechend große Produktpalette. Von herkömmlichen Girokonten über Kreditkarten bis hin zu Anlage- bzw. Fondsprodukten sind zahlreiche Produktabschlüsse möglich.

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Postbank

Eines der neben den Sparkassen noch mit am stärksten vor Ort vertretenden Bankhäusern ist die Postbank. Dabei handelt es sich um eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank mit Fokus auf das Geschäft mit Privatkunden. Bereits seit dem Jahr 2015 gehört die Postbank vollständig zur Deutschen Bank. Seine Ursprünge hat das Bankhaus im Jahre 1909. Damals wurde der sogenannte Postscheckdienst eingeführt, der jedem Bürger die Eröffnung eines eigenen Postscheckkontos ermöglichte.

Die Postbank bietet seinen Kunden praktisch alle gängigen Bankprodukte und Bankdienstleistungen an. Dazu gehören beispielsweise Girokonten, Kreditkarten, Ratenkredit und Immobilienfinanzierungen, Anlageprodukte und auch Wertpapiere. Primär vertreibt die Postbank ihre Produkte in Filialen vor Ort – verbunden mit persönlicher Beratung. Aber auch online können Kunden angebotene Produkte des Bankhauses abschließen.

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Targobank

Die Targobank – ehemals Citibank – gehört seit dem Jahr 2008 zur französischen Crédit-Mutuel-Bankengruppe. Sie ist vorwiegend im Privatkundengeschäft tätig. In mehr als 300 Filialen stehen die Mitarbeiter der Targobank Interessenten und Kunden persönlich zur Verfügung, was für die Targobank eine vergleichsweise starke Präsenz beim Kunden vor Ort bedeutet. Dabei bietet das Bankhaus seine Produkte jedoch nicht nur in seinen Filialen an. Auch online sind (teilweise) fallabschließende Produktabschlüsse möglich.

Die von der Targobank angebotenen Produkte sind vielfältig. Falls alle gängigen Bankprodukte und Bankdienstleistungen gehören zur Produktpalette des Hauses. Dazu gehören zum Beispiel Girokonten und Kreditkarten. Aber auch verzinsliche Anlageprodukte, Wertpapieranlagen oder Kredite können Kunden bei der Targobank erhalten. Gerade das Kreditgeschäft mit Privatkunden ist dabei ein wichtiger Teil des Kerngeschäftes der Targobank.

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Volksbank

Die Volks- und Raiffeisenbanken gehören zu den genossenschaftlich aufgebauten Bankhäusern Deutschlands. Mit insgesamt mehr als 10.000 Filialen in ganz Deutschland gehört die Bank zu den größten Filialbanken hierzulande und verfügt über eine dementsprechend starke Präsenz vor Ort. Die Volks- und Raiffeisenbanken versprechen eine ehrliche und kompetente Beratung, bei der die Bedürfnisse des Kunden uneingeschränkt im Mittelpunkt stehen.

Die von den Volks- und Raiffeisenbanken angebotenen Bankprodukte und Bankdienstleistungen sind zahlreich und umfassen sowohl richten sich sowohl an Privat- als auch Firmenkunden. Zu den wichtigsten Produkten gehören klassische Girokonten, Kreditkarten und Kredite. Aber auch Anlageprodukte im Zins- und Wertpapierbereich bieten die Volks- und Raiffeisenbanken an. Mithilfe der V+R Versicherung können die Bankhäuser zudem auf eine umfangreiche Produktpalette im Versicherungsbereich zurückgreifen und ihr Produktangebot dementsprechend abrunden.

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SWK Bank

Als reine Onlinebank hat sich die SWK Bank auf die Vergabe von Krediten spezialisiert. Sowohl Privatkunden als auch Unternehmen werden vom Bankhaus mit unterschiedlichen Kreditprodukten unterstützt. Dennoch hat die SWK Bank ergänzend auch einzelne Anlageprodukte im Angebot. Allerdings lediglich im Zinsbereich in Form eines Festgeldes. Die SWK Bank wurde bereits im Jahr 1959 gegründet und blickt damit auf eine lange Historie zurück.

Bank of Scotland

Die Bank of Scotland hat ihren Hauptsitz in Edinburgh und ist sowohl im Geschäfts- als auch im Privatkundenbereich tätig. Das Kerngeschäft des Bankhauses besteht in der Kreditvergabe, wobei es unterschiedliche Kreditprodukte im Angebot hat. So werden neben herkömmlichen Konsumkrediten beispielsweise auch spezielle Autokredite ausgereicht. Neben Kreditprodukten ist die Bank of Scotland jedoch auch mit einem bekannten Tagesgeldangebot auf dem Markt.

Barclaycard

Ursprünglich ist Barclaycard als Kreditkarten ausgebendes Unternehmen tätig, bietet mittlerweile jedoch auch Tagesgeldkonten und Ratenkredite an. Das Bankhaus ist weltweit mit mehr als 10.000 Mitarbeitern aktiv. Seit 2008 ist Barclaycard auch auf dem deutschen Kreditmarkt vertreten.

Hypovereinsbank

Die Hypovereinsbank ist eine Marke der italienischen Unicredit Bank AG und Mitglied der sogenannten Cash Group. Mit knapp 350 Filialen (Stand Ende 201ist die Hypovereinsbank auch bei ihren Kunden vor Ort vertreten. Sowohl im Privat- also auch Firmenkundengeschäft ist das Bankhaus tätig.
Als Vollbank verfügt die Hypovereinsbank über eine umfangreiche Produktpalette. Angebotene Produkte reichen von Girokonten und Karten über Anlageprodukte bis hin zu unterschiedlichsten Versicherungsprodukten und Kreditformen.

Santander Bank

Die deutsche Santander Bank ist ein Ableger der spanischen Banco Santander mit Sitz bei Madrid. Das Bankhaus wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet und blickt damit auf eine langjährige Historie zurück. Mit rund 210 Filialen innerhalb Deutschlands ist die Santander Bank auch hierzulande relativ stark vor Ort präsent.

Um die Wünsche ihrer Kunden zu realisieren, greift die Santander Bank auf alle gängigen Bankprodukte und Bankdienstleistungen zurück. Angebote rund um Girokonten und Kreditkarten gehören ebenso zum Produktportfolio wie etwa Geld- und Wertpapieranlagen, Versicherungen und Kredite. Vor allem, was das Kreditgeschäft im Privatkundensegment betrifft, hat sich die Santander Bank große Marktanteile erarbeitet.

Creditplus Bank

Die Creditplus Bank ist ein vollständig auf Finanzierungen spezialisiertes Bankhaus. Vor allem die Absatzfinanzierung, Händlerfinanzierungen und Privatkredite gehören zu den Kernkompetenzen des Kreditinstitutes. Die zum Crédit Agricole Konzern gehörende Unternehmen ist dabei nicht nur online, sondern auch mit eigenen Filialen vor Ort vertreten. Immerhin 17 Filialen existieren bundesweit. Etwas mehr als 600 Mitarbeiter sind bei der Creditplus Bank beschäftigt.

Norisbank

Die in Bonn ansässige Norisbank GmbH ist bereits seit 2006 eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Das Bankhaus verfügt über keine eigenen Filialen, sondern ist ausschließlich als Direktbank im Onlinevertrieb tätig. Ganz unterschiedliche Bankprodukte gehören zur angebotenen Produktpalette. So etwa Girokonten und Kredite. Aber auch zum Beispiel Wertpapieranlagen und Versicherungsprodukte vermittelt das Bankhaus bei Bedarf.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank AG gehört zu den größten Banken hierzulande. Sie ist als Universalbank tätig und richtet sich mit ihrem Angebot sowohl an Geschäfts- als auch an Privatkunden. Ihr Angebot vertreibt die Deutsche Bank in hierzulande rund 500 eigenen Filialen und (teilweise fallabschließend) per Internet. Da die Deutsche Bank als Vollbank agiert, verfügt sie über alle gängigen Bankprodukte und Bankdienstleistungen. Zu den Kernprodukten des Bankhauses gehören beispielsweise Girokonten, Immobilien- und Verbraucherkredite, Anlage- und Wertpapierprodukte und auch Versicherungen.

DKB

Die Deutsche Kreditbank – kurz DKB – gehört zu den größten Direktbanken Deutschlands. Das Bankhaus mit rund 3.500 Mitarbeitern hat sein Geschäft in zwei unterschiedliche Bereiche aufgeteilt. Einerseits hat sich die DKB auf die Kreditvergabe an Kommunen und Unternehmen ausgewählter Branchen spezialisiert. Andererseits fungiert sie als Direktbank im Privatkundengeschäft. Dabei kann das Bankhaus auf umfangreiche Produktlösungen zurückgreifen. Zur Produktpalette gehören beispielsweise Girokonten, Anlage- und Kreditlösungen und diverse Wertpapierprodukte.

Netbank

Bereits im Jahr 1998 gilt die Netbank AG als erste reine Internetbank, aus welche die heutige Netbank hervorging. Das Bankhaus ist eine Marke Augsburger Aktienbank und arbeitet nach wie vor in Form einer reinen Direktbank ohne Filialen. Das Produktangebot der Netbank ist umfangreich. Angebote rund um Girokonten und Karten gehören ebenso dazu wie etwa Lösungen im Finanzierungsbereich. Auch im Zusammenhang mit Geld- und Wertpapieranlagen hilft die Netbank weiter.

ING DiBa

Die ING DiBa AG ist eine Tochtergesellschaft der niederländischen ING Group. Das Bankhaus gilt als eine der größten Direktbanken Deutschlands und wurde vor allem aufgrund seines beliebten Extra-Kontos (Tagesgeldkonto) bekannt. Bereits in 1965 wurde die ING DiBa gegründet und beschäftigt aktuell rund 4.000 Mitarbeiter. Mittlerweile ist die Bank vor allem im Kreditbereich sehr aktiv. Sowohl im Bereich Verbraucherkrediten als auch im Zusammenhang mit Immobilienfinanzierungen hilft die ING DiBa weiter. Doch auch in anderen Geschäftsbereichen wie Geldanlage, Konten und Karten und Geld- und Wertpapieranlagen ist die ING DiBa aktiv.