Die Finanzierung des eigenen Studiums kann zu einer echten Herausforderung werden. Gerade dann, wenn Sie keinen Anspruch auf BAföG haben und auch keine Unterstützung durch Ihre Eltern bekommen, kann oft nur noch ein Studienkredit helfen. Dabei ist aber zu unterscheiden zwischen einem Studentenkredit und einem Kredit für Studenten.

Kredite für Studenten

Wo liegen die Unterschiede zwischen einem Studienkredit und einem Kredit für Studenten?

Sobald Sie volljährig sind, haben Sie die Möglichkeit, ein Darlehen in Anspruch zu nehmen. Beginnen Sie Ihr Studium und haben die Volljährigkeit noch nicht erreicht, brauchen aber einen Kredit, können Sie Ihre Eltern als Bürgen angeben. Dies gilt sowohl für den Studienkredit als auch für den Kredit für Studenten.

  1. Der Studienkredit

Der Studienkredit wird auch als Bildungskredit bezeichnet und dient einzig und allein der Finanzierung Ihres Studiums. Die Rückzahlungsphase beginnt hier erst einige Zeit nach dem Ende des Studiums. Durch einen speziellen Tilgungsplan oder Sondertilgungen müssen Sie teilweise nicht den gesamten Betrag erstatten. Sie erhalten den Kredit nur mit einer Studienbescheinigung. Die Auszahlung erfolgt normalerweise nicht in einem Betrag. Sie erhalten einen monatlichen Betrag, mit dem Sie die Lebenserhaltungskosten während des Studiums bezahlen können. Bei einem Studienabbruch werden die Zahlungen eingestellt.

  1. Der Kredit für Studenten

Die zweite Variante ist ein Kredit für Studenten. Einige Banken bieten einen Sofortkredit oder einen einfachen Ratenkredit für Studenten an. Auch hier brauchen Sie einen Studiennachweis, den Sie vom Studentenwerk erhalten. Mit der ausgestellten Studienbescheinigung können Sie dann den Antrag stellen. Ein großer Unterschied ist, dass es für den Kredit keine Zweckbindung gibt. Sie erhalten die gewünschte Kreditsumme mit einer Auszahlung und beginnen auch direkt mit dem monatlichen Tilgungsplan. Kommt es zum Studienabbruch, wirkt sich dies nicht auf den laufenden Kredit aus.

Diese staatlichen Kredite gibt es für Studenten

Bevor Sie einen Ratenkredit aufnehmen oder sich andere Kreditangebote von Banken einholen, können Sie erst einmal schauen, welche Möglichkeiten der Staat Ihnen zur Verfügung stellt. Hier gibt es einige Bildungsfonds, die beispielsweise in Anspruch genommen werden können.

Besonders bekannt ist natürlich die Finanzierung des Studiums über BAföG. Der Kredit ist zinsfrei und muss nach dem Studium nur zur Hälfte, höchstens aber 10.000 Euro, zurückgezahlt werden. Dadurch sind Sie schneller schuldenfrei. Wie hoch die Zahlungen sind, hängt vom Einkommen Ihrer Eltern sowie Ihrem Nebeneinkommen ab. Wichtig ist aber: BAföG ist immer zinslos. Sobald Sie sich an der Hochschule eingeschrieben haben, kann der Antrag gestellt werden.

Von der staatlichen KfW-Bank, einer Förderbank, wird ebenfalls ein Studienkredit zur Verfügung gestellt. Die Auszahlung erfolgt unabhängig davon, welches Einkommen oder Vermögen Sie haben. Selbst dann, wenn Sie bereits einen Eintrag in der SCHUFA haben, wird der Kredit ausgezahlt. Der Leistungsnachweis wird erforderlich, wenn Ihr Studium länger als fünf Semester dauert. Angerechnet werden allerdings nicht die studierten Semester, sondern die geförderten Semester. Der Studienkredit der Förderbank wird normalerweise auch dann gewährt, wenn es sich um ein Zweitstudium handelt. Dies ist bei BAföG nicht der Fall.

Mit besonders hohen Leistungen besteht auch die Option, ein Stipendium in Anspruch nehmen zu können. Welche Leistungen das sind, hängt vom jeweiligen Stipendium ab. Die Auswahlverfahren unterscheiden sich teilweise stark.

Wichtig: Geförderte Kredite bringen häufig eine Karenzzeit und einen Zinsaufschub mit. Sie zahlen die Beträge also erst nach dem Studium zurück.

Die Tilgungsphase bei Studienkrediten mit Förderung

Die Suche nach einer Möglichkeit für die Finanzierung des Studiums sollte grundsätzlich immer bei Förder-Darlehen erfolgen. Grund dafür ist, dass es hier einige Besonderheiten in der Tilgungsphase gibt. Die Fälligkeit ist abhängig von der Form der Förderung. Normalerweise beginnt die Rückzahlungsphase rund zwei bis vier Jahre, nachdem Sie den letzten Betrag erhalten haben. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, sich nach dem Studium eine Arbeit zu suchen und erst einmal Geld zu verdienen.

Wenn ein Härtefall vorliegt, kann es zu einem zusätzlichen Aufschub kommen. Dies ist beispielsweise dann möglich, wenn Sie bisher noch keine Anstellung finden konnten. Dabei sollten Sie jedoch rechtzeitig in Kontakt mit der Stelle treten, an die eine Rückzahlung erfolgen soll.

Die Höhe der Raten ist ebenfalls unterschiedlich. Hier sind jederzeit Anpassungen möglich. So können Sie selbst entscheiden, wie schnell Sie das Darlehen gerne bedienen möchten.

Der Kredit für Studenten von Banken und Finanzinstituten

Oft wird ein Kredit für Studenten eher in Form eines Dispositionskredites zur Verfügung gestellt. Der Dispokredit basiert in seiner Höhe auf den monatlichen Einnahmen, die Sie haben. Diese können sich aus BAföG, Kreditzahlungen und auch Ihrem Einkommen zusammensetzen. Möchten Sie eine Kreditkarte in Anspruch nehmen, wird Ihnen in erster Linie eine Guthabenkarte angeboten.

Manchmal brauchen Sie aber vielleicht auch ein klassisches Darlehen in Form eines Ratenkredites. Vielleicht ist die Waschmaschine kaputt oder Sie möchten den Studentenkredit nutzen, um das Zimmer einzurichten. Mit dem Kreditrechner können Sie sich einen ersten Überblick darüber verschaffen, welcher Auszahlungsbetrag zur Verfügung gestellt wird und wie hoch die Verzinsung beim Onlinekredit ist.

Bedenken Sie, dass Sie den Kredit monatlich zurückzahlen müssen. Gerade im Erststudium wird oft unterschätzt, wie schwierig es ist, zu studieren und auch zu arbeiten. Sie sollten also die monatliche Rückzahlung auch über die Kreditlaufzeit hinweg sicherstellen können.

Das sollten Sie zu einem Kredit für Studenten wissen

Als Student sind Sie ein normaler Kreditnehmer, der einen Kreditvertrag unterschreibt. Viele Banken schließen Studenten als Kunden aus. Dies hängt damit zusammen, dass zu wenig Sicherheiten geboten werden. Es gibt aber auch Anbieter, die eine Kreditanfrage von Studenten durchaus annehmen. Dabei ist es normalerweise nicht relevant, welches Studienfach Sie belegen und ob es sich um ein postgraduales Studium, ein Aufbaustudium, ein Erststudium oder um ein Auslandsstudium handelt. In der Antragstellung geben Sie Ihren Verdienst an. Sie können vorher über einen Kreditrechner feststellen, welcher Kreditbetrag bei Ihrem Einkommen möglich ist.

Eine Kreditzusage für einen Kleinkredit ist normalerweise kein Problem. Bei einer höheren Summe, beispielsweise zur Studienfinanzierung, für die Umschuldung oder als Mietkaution, kann schwieriger werden. Es ist hilfreich, wenn Sie einen Bürgen oder andere Sicherheiten für das Darlehen haben. Eine Risikolebensversicherung kann die Kreditzusage beispielsweise erleichtern.

Tipp: Reichen Sie mit dem Kreditantrag für einen Privatkredit auch gleich Kontoauszug der Girokonten und andere Sicherheiten mit ein. So wird die Entscheidung der Kreditanstalt noch schneller fallen.

Beim Studentenkredit die Konditionen vergleichen

Gerade als Student haben Sie meist nur ein geringes Einkommen, mit dem Sie die Rückzahlung begleichen können. Umso wichtiger ist es, dass Sie möglichst günstige Angebote finden. Vor der Antragsstellung sollten Sie daher einen Vergleich der Angebote durchführen. Es geht nicht nur um die Zinskosten. Der Effektivzins gibt Ihnen natürlich auch die Möglichkeit, im Kreditportal zu schauen, welche Studentenkredite besonders günstig sind. Schauen Sie aber auch auf die Auszahlungsphase, die Höhe der Rückzahlungen und die generelle Kredithöhe, die bei einem Darlehen möglich ist.

Wichtig: Bedenken Sie, dass es einmal den Nettokreditbetrag und dann noch die Zinszahlungen gibt. Beides zusammen ergibt den Bruttokreditbetrag.

Achten Sie auf weitere Kreditkosten. Können Sie den Kredit kostenfrei auch vorzeitig abzahlen? Oder fallen sogar Bearbeitungsgebühren an? Es gibt heute ausreichend Kredite für Studenten, sodass sich ein Vergleich durchaus lohnen kann.

Die Ratenzahlung über den Händler

Manchmal brauchen Sie nur eine kleine Überbrückungshilfe, auf die Sie zurückgreifen können. Das kann beispielsweise auch eine Ratenzahlung bei einem Händler oder einem stationären Geschäft sein. Häufig ist es hier gar nicht notwendig, einen Nachweis über den Verdienst oder eine Festanstellung einzureichen. Dadurch können auch Studenten eine Ratenzahlung erhalten.

Teilweise gibt es auch die 0-Prozent-Finanzierung. Das heißt, es werden keine Zinsen auf das Darlehen erhoben. Vergleichen Sie hier jedoch die Preise für das Produkt. Es kann sein, dass der Preis für das Produkt vorher angehoben wurde.

Wichtig ist es darauf zu achten, dass Sie auch bei einer Ratenzahlung die monatlichen Raten ausreichend bedienen können. Wenn Sie eine oder mehrere Raten nicht mehr zahlen, wird dies zu einem Vermerk in der SCHUFA führen. Das kann später, wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten, Schwierigkeiten mit sich bringen.

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