Sichteinlagen ist ein Begriff für Geldanlagen, die immer zur Verfügung stehen. Ein Beispiel sind die Gelder, die sich auf dem Girokonto oder auf dem Tagesgeldkonto befinden. Das Gegenteil sind die Terminanlagen. Diese Spareinlagen, die für eine bestimmte Zeit fest angelegt sind, können nicht einfach in den Zahlungsverkehr übernommen werden.

 Sichteinlagen

Welche Formen der Sichteinlagen gibt es?

Grundsätzlich ist zu sagen, dass die Einlagensicherung bei Sichtguthaben normalerweise immer greift. Weniger gut ist die Verzinsung. Bei den meisten Formen der Sichteinlagen gibt es gar keine oder nur eine geringe Verzinsung für Bankkunden. Unterschieden wird zwischen verschiedenen Formen der Sichteinlagen:

  1. Girokonten

Laut Wirtschaftslexikon gehören Girokonten zu den bekanntesten Sichteinlagen. Der Kontoinhaber kann hier eine bestimmte Geldmenge immer abheben und braucht dafür auch kein Referenzkonto. Die Barabhebung ist bei der Bank und teilweise sogar an anderen Stellen möglich. Zudem können vom Girokonto aus auch Daueraufträge durchgeführt werden. Die bargeldlosen oder unbaren Zahlungen sind ohne großen Aufwand möglich, solange ein Bankguthaben oder ein Kontokorrentkredit vorhanden sind. Einen Zinsertrag gibt es nicht. Dafür können aber Kontoführungsgebühren anfallen. Dies sollten die Kontoführungen berücksichtigen.

  1. Tagesgeldkonto

Die zweite Variante ist das Tagesgeldkonto. Wer einen Tagesgeldrechner einsetzt wird schnell merken, dass es bei den Tagesgeldkonten keinen hohen Zinsertrag gibt. Die Konten sind aber kostenfrei und das Geld steht schnell wieder dem Geldmarkt zur Verfügung. Dafür wird es einfach an ein Referenzkonto überwiesen. Daher gehören die Konten für Tagesgeld auch zu den Sichteinlagen.

Jeder Nutzer, der ein Girokonto hat, verfügt über Sichteinlagen. Er ist grundsätzlich jederzeit in der Lage, mit seinem vorhandenen Guthaben zahlen zu können oder Bargeld bei der Bank zu erhalten. Das heißt, er hat immer die Sicht und den Zugriff auf sein Geld.

Mögliche Risiken bei den Sichteinlagen

Grundsätzlich sind Sichteinlagen vor allem beliebt, weil sie flexibel und sicher sind. Kunden, die sich nicht sicher sind, ob sie das Geld längerfristig anlegen möchten, nutzen meist Sichteinlagen und gehen dafür den Kompromiss ein, keine oder nur geringe Zinsen zu erhalten. Das Geld ist recht sicher, da die Sicherungen von Einlagen der Banken greifen.

Ein Risiko, das aber abzuwägen ist, hängt damit zusammen, dass die Gelder gar nicht arbeiten. Daher, dass es sich bei Sichteinlagen um Sparanlagen fast ohne Zinsen handelt, kann auch nicht vom Zinseszins profitiert werden.

Alternative Sparanlagen und Terminanlagen

Wer gerne längerfristige Sparmöglichkeiten nutzen möchte, der kann die Sichteinlagen um Sparanlagen oder Termineinlagen ergänzen. Hier werden Mindestreserven benötigt, die eingezahlt werden müssen. Ein beliebtes Beispiel sind die Festgeldkonten. Für einen zu Beginn festgelegten Zeitraum wird eine Summe angelegt. Diese Summe erhält eine feste Verzinsung. Auch Festgeldanlagen sind eine sichere Geldeinlage, allerdings ist das Kapital hier für die feste Laufzeit gebunden. Möchte ein Kunde früher darauf zurückgreifen, kann dies zu Gebühren führen.

Sparanlagen sind die zweite Variante, die eine hohe Sicherheit bietet. Besonders bekannt ist das Sparbuch. Der Sparvertrag hat keine Befristung und der Nutzer kann auch Geld abheben. Das ist schon deutlich leichter geworden. Früher war es ausschließlich möglich, direkt zur Bank zu gehen und sich hier den gewünschten Betrag geben zu lassen. Die Zinsen bei Sparanlagen sind jedoch ebenfalls überschaubar gehalten.