Die Idee, im Rentenalter in einem schönen Eigenheim zu sitzen und keine Miete mehr zahlen zu müssen, ist nur einer der Gründe dafür, warum so viele Menschen die Schulden auf sich nehmen und ein Haus und eine Wohnung kaufen. Auch die Absicherung der Kinder spielt eine Rolle. Dennoch wird das Haus oft zur Schuldenfalle und das passiert nicht selten schleichend. Während zu Beginn noch alles gut aussieht, kann schon die Arbeitslosigkeit dafür sorgen, dass der Hausbesitzer echte Probleme bekommt. Umso wichtiger ist es, sich vor dem Kauf zu informieren und zu schauen, wie sich die Schuldenfalle umgehen lässt.

Schuldenfalle: Eigenheim

Die Einschätzung der Kosten richtig durchführen

Es ist nicht nur der Immobilienkredit, der die Kosten für einen Kreditnehmer ausmacht. Wer ein Haus kauft oder baut, der sollte sich mit den verschiedenen Arten von Kosten beschäftigen. Dazu gehören:

  • Grundschuld
  • Kosten für Planung und das Material
  • Kosten für den Kauf des Grundstücks
  • Kosten für den Notar
  • Baunebenkosten
  • Maklergebühren
  • Versicherungsgebühren
  • Kosten für Genehmigungen und Abnahmen
  • Grunderwerbssteuern

Die Kosten können variieren. Ein Grund dafür ist, dass ja bereits ein fertiges Haus gekauft oder auch gebaut werden kann. Sanierungen bringen ebenfalls mögliche Kosten mit sich, die schnell zu einer Schuldenfalle werden können.

Nicht alle Gebühren fallen daher an. Einfacher haben Sie es, wenn Sie direkt ein Haus kaufen und sofort einziehen können. Das ist aber nicht immer möglich.

Diese Kosten können nach Bau oder Kauf entstehen

Wenn der Bau beendet wurde oder Sie bereits ein Eigenheim gekauft haben, sind die Ausgaben noch nicht vorbei. Der Baukredit läuft schon, aber auch neue Möbel oder eine Küche wolle bezahlt werden. Abhängig davon, wie groß Ihr Eigenheim ist und was Sie bereits mitbringen, können hier auch noch Beträge im fünfstelligen Bereich entstehen. Verlockend ist es, diese Kosten bereits vorher zu planen und in den Immobilienkredit mit aufzunehmen. Das ist sogar recht sinnvoll, da so die Kreditzinsen geringer gehalten werden können.

Schuldenfalle: laufende Kosten

Der Immobilienkredit läuft, die Tilgungsrate passt und auch der Bausparvertrag hat für gute Konditionen gesorgt. Warum kann ein Haus dann dennoch zu einer Schuldenfalle werden? Das Eigenheim hat auch zahlreiche laufende Kosten, die zu beachten sind. Die Bewirtschaftung eines Eigenheimes und die laufenden Nebenkosten sind abhängig von der Größe und der Wohnfläche. Dabei sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Heizung und Warmwasser
  • Strom und Telefon
  • Abfall
  • Schornsteinfeger
  • Heizung
  • Grundsteuer

Diese Kosten kommen noch zu den monatlichen Beträgen für die Tilgungsrate.

Schuldenfalle durch die richtige Finanzierung umgehen

Manchmal kann mit dem Abschluss der Finanzierung schon die Grundlage für eine Überschuldung oder sogar eine Privatinsolvenz gelegt werden. Als Kreditnehmer sollten Sie daher genau prüfen, welche Darlehen Sie in Anspruch nehmen. Sie können das Haus aus eigenen Mitteln finanzieren oder zumindest darauf achten, dass Sie ein gutes Eigenkapital einbringen. Daher wird eher eine Immobilienfinanzierung in Anspruch genommen.

Tipp: Schauen Sie nach, wie es mit Förderungsmöglichkeiten aussieht. Hier haben Sie die Option, deutlich günstigere Darlehen zu erhalten, die Ihnen mehr Spielraum bieten.

Die Misch-Finanzierung ist besonders beliebt. Sie kombinieren einen Kredit einer Bank mit einem Baukredit oder einem Bauspardarlehen. Lassen Sie sich möglichst effektiv beraten, vergleichen Sie die Zinsen, aber auch die Konditionen.

Die Problematik mit der Zinsfestschreibung

Immobilienkredite sind günstig – diese allgemeingültige Aussage wird immer wieder getroffen. Tatsächlich sind die Zinsen bei einer Immobilienfinanzierung wirklich günstig gehalten – im Vergleich zu einem Ratenkredit. Allerdings gilt dies nur für den Zeitraum der Zinsfestschreibung. Die Zinsbindung läuft nach einigen Jahren aus und es muss dann eine Anschlussfinanzierung erfolgen. Wie hoch die Zinsen für die Anschlussfinanzierung sind, ist daher vorher noch nicht erkennbar.

Ziel ist es also, eine möglichst lange Festschreibung der Zinssätze zu erreichen. Fünf Jahre sind nur ein sehr geringer Zeitraum. Nach diesem haben Sie immer noch eine hohe Restschuld, die wieder neu finanziert werden muss. Empfehlenswert ist es, eine Festschreibung von wenigstens 10 Jahren zu erhalten und dann auch immer wieder die Sondertilgung aufzugreifen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie während der Laufzeit einige Male im Jahr eine Sondertilgung durchführen.

Wichtig: Möchten Sie den Kredit vorzeitig auslösen, kann es zu einer Vorfälligkeitsentschädigung kommen. Diese bringt oft hohe Kosten mit sich. Wägen Sie ab, ob sich die vorzeitige Abzahlung dann noch lohnt.

Darum kann es zu einer Schuldenfalle kommen

Damit das Eigenheim zur Schuldenfalle wird, muss schon viel passieren? So unwahrscheinlich ist es tatsächlich gar nicht. Viele Menschen kalkulieren die Finanzierung ihrer Immobilien sehr knapp. Sie planen keine unerwarteten Ausgaben als Hausbesitzer ein und denken auch nicht daran was passieren wird, wenn einer der Kreditnehmer seine Arbeit verliert. Gerade diese knappe Kalkulierung ist jedoch ein häufiger Grund dafür, dass es zu einer Schuldenfalle bis hin zur Privatinsolvenz kommt.

Aber auch die knappe Berechnung des Kredites kann zu einem Problem werden. Sie möchten einen möglichst geringen Betrag aufnehmen? Das ist verständlich. Vergessen Sie jedoch nicht, dass es zu unvorhergesehenen Kosten beim oder nach dem Bau kommen kann. Haben Sie dann kein Polster, laufen die ersten Verbindlichkeiten schon zu Beginn des Abenteuers „Eigenheim“ auf. Finanzielle Engpässe in der Bauphase sind keine Seltenheit.

Natürlich könnten Sie dann mit einer Nachfinanzierung arbeiten und die Chancen dafür stehen sogar recht gut. Das Problem ist nur, dass Nachfinanzierungen häufig noch deutlich kostenintensiver sind. Die Belastung pro Monat steigt und das dafür angesetzt Budget reicht vielleicht nicht mehr aus.

Falsche Berechnungen der Kreditkarte werden zur Schuldenfalle

Bevor Sie einen Kredit aufnehmen, planen Sie sicher, wann er abbezahlt sein soll und wie hoch die Tilgungsrate sein kann. Hier machen viele Menschen schon den ersten Fehler. Sie nehmen ihre monatliche Miete und berechnen damit die Kreditrate. Sie tilgen auf diese Weise aber nicht nur mit der Nettomiete, sondern auch mit der Miete für die Nebenkosten. Die Nebenkosten fallen in einem Eigenheim aber auch zusätzlich an.

Dazu kommt, dass für das Haus Rücklagen gebildet werden müssen. Über die Jahre hinweg wird es zu Reparaturen kommen, die am Haus durchgeführt werden müssen. Wenn das Geld dann nicht vorhanden ist, kann der Wertverlust des Hauses steigen. Durchschnittlich fallen nach rund 20 Jahren Reparaturen in Höhe von 20.000 Euro bis 30.000 Euro an.

Pro Monat müssen dann wenigstens 120 Euro zusätzlich an die Seite gelegt werden, die noch zum Tilgen dazukommen. Ist das Geld nicht vorhanden, muss möglicherweise wieder ein Kredit aufgenommen werden. Bis Sie dann schuldenfrei sind, kann viel Zeit vergehen.

Eigentümerzuschuss und Wohngeld in Anspruch nehmen

Sie stehen vor einem echten Problem und denken über einen Verkauf oder eine Umschuldung nach? Dann prüfen Sie nach, ob Ihnen ein Eigentümerzuschuss oder Wohngeld zustehen. Oft wird davon ausgegangen, dass Wohngeld nicht für Eigentümer zur Verfügung steht. Das ist allerdings nicht ganz korrekt. Es wird lediglich als Eigentümerzuschuss bezeichnet.

Sollte es keine Möglichkeit aus der Schuldenfalle geben, ist es ein schlechter Plan, das Eigenheim möglichst lange zu halten. Schnell kann es in die Zwangsversteigerung gehen und dann ist die Wahrscheinlichkeit, mit dem Verkauf auch alle Raten tilgen zu können, sehr gering. Besser ist es, den freihändigen Verkauf vorher durchzuführen.

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