Sanierungsverfahren in Bezug auf eine Immobilie oder einen Immobilienbereich basieren auf den Vorgaben nach dem Baugesetzbuch (BauGB). Nach den gesetzlichen Vorgaben darf die Dauer einen Zeitraum von 15 Jahren nicht ├╝berschreiten. Es besteht jedoch die M├Âglichkeit, diese zu verl├Ąngern. Hier kommt es auf die bestehenden Missst├Ąnde und das Sanierungsgebiet an.

 Sanierungsverfahren Immobilie

Die Auswirkungen auf die eigene Immobilie

Grunds├Ątzlich wird von einem st├Ądtebaulichen Sanierungsverfahren gesprochen. Wenn eine Gemeinde in Eigenverwaltung Sanierungsma├čnahmen plant, damit ein Areal aufgewertet werden kann, betrifft dies immer auch Inhaber von Immobilien in diesem Gebiet. Liegt ein Grundst├╝ck in einem Sanierungsgebiet, dann wird ein Sanierungsvermerk in das Grundbuch durch das Grundbuchamt eingetragen. Nach den sanierungsrechtlichen Vorgaben besteht eine Genehmigungspflicht. Das hei├čt, wenn Bauma├čnahmen f├╝r die Immobilien im Gebiet geplant sind, muss immer eine Genehmigung nach Vorgaben des St├Ądtebaurechts eingeholt werden.

Liegt das Grundst├╝ck laut Sanierungsplan in einem Sanierungsgebiet, dann muss der Inhaber einen Ausgleichsbetrag an die Gemeinde zahlen. Die Grundlage f├╝r den Betrag bilden die Bodenwerterh├Âhungen, die das Sanierungsverfahren Immobilie mit sich bringt. Immobilien, die sich im Gebiet befinden, k├Ânnen auch verkauft oder gekauft werden. Wichtig zu wissen ist, dass hier ein Vorkaufsrecht durch die Gemeinde besteht.

Im Rahmen der St├Ądtebauf├Ârderung und der Bodenwertsteigerungen werden f├╝r Sanierungsverfahren grunds├Ątzliche Steueranreize und auch ├Âffentliche F├Ârdergelder zur Verf├╝gung gestellt.

Das Ziel einer st├Ądtebaulichen Sanierung

Die Sanierungstr├Ąger sowie der Gutachterausschuss legen fest, welche Gebiete im Rahmen der Sanierungssatzung und den rechtlichen Vorgaben umgebaut werden sollen. Die Sanierungsziele sind dabei klar definiert. Sowohl wirtschaftliche als auch kulturelle und hygienische Aspekte spielen eine Rolle. Durch die Sanierungsma├čnahmen soll sich die Lebensqualit├Ąt im Gebiet erh├Âhen. Zudem spielen der Klima- und Umweltschutz eine gro├če Rolle. Die Wohnverh├Ąltnisse werden an die Entwicklung der Bev├Âlkerung angepasst.

Dabei wird zwischen zwei Arten unterschieden:

  1. Funktionsschw├Ąchensanierung

Wenn ein Gebiet die Vorgaben nicht erf├╝llen kann, die es grunds├Ątzlich durch seine Lage hat, wird eine Funktionsschw├Ąchensanierung durchgef├╝hrt. Nach sanierungsbedingten Vorgaben kann es dann passieren, dass Geb├Ąude abgerissen und neu gebaut oder Korrekturen an den bestehenden Geb├Ąuden vorgenommen werden.

  1. Substanzschw├Ąchensanierung

Die zweite Variante ist die Sanierung von Substanzschw├Ąchen. Wenn die bestehenden Bebauungen nicht die Anforderungen erf├╝llen, die allgemein gelten und eine Grundlage f├╝r gesunde Wohnverh├Ąltnisse darstellen, muss ein Sanierungsverfahren eingeleitet werden.

Wie profitiert der Eigent├╝mer einer Immobilie durch den Sanierungsvermerk?

Wenn ein Sanierungsvermerk im Grundbuch besteht, dann kann dies Vor- und auch Nachteile f├╝r den Eigent├╝mer haben. Grunds├Ątzlich besteht ein Anspruch auf F├Ârdergelder und Zusch├╝sse, die f├╝r das eigene Grundst├╝ck erhalten werden k├Ânnen. Zudem ist es m├Âglich, steuerlich sehr hohe Abschreibungen geltend zu machen. Dies gilt f├╝r Ausgaben, die nicht durch die Sanierungsmittel gedeckt werden. Als Anreiz werden immer wieder verschiedene Pr├Ąmien zur Verf├╝gung gestellt.

Nachteile bestehen jedoch ebenfalls. So kann es Verpflichtungen geben, die f├╝r Instandsetzungen und Modernisierungen der eigenen Immobilie gelten. Wenn weitere Bauvorhaben geplant sind, besteht eine Pflicht auf Genehmigung. Hier wird jedoch die au├čergerichtliche Einigung in den Fokus gestellt. Nicht zu untersch├Ątzen sind auch die Ausgleichbetr├Ąge, die durch die Inhaber einer Immobilie gezahlt werden m├╝ssen. Dem gegen├╝ber steht die Wertsteigerung der Immobilie. Dennoch ist es nicht f├╝r alle Eigent├╝mer m├Âglich, die hier geforderten Betr├Ąge auch aufbringen zu k├Ânnen.