Wie viele Produkte haben Sie zu Hause, welche Sie gar nicht brauchen und auf dessen Werbung Sie reingefallen sind? Die beste Werbung ist wohl die, bei welcher uns gezeigt wird, wie wichtig ein solches Produkt ist und wie unverzichtbar dessen Besitz.

Beim Teleshopping passiert genau das. Vermeidlich dringend benötigte Produkte werden ausgiebig und detailliert vorgestellt. Dabei wird vor allem mit den Emotionen der Zuschauer nach speziellen Marketingstrategien gespielt. Es wird also ein Bedarf simuliert, der so gar nicht besteht. Und nach langen Erklärungen ist es endlich soweit. Der Countdown beginnt. Ein Countdown, der entweder eine begrenzte Stückzahl vorspielt oder eine vermeintliche ablaufende Zeit, in der Sie als Zuschauer tolle Vorteile genießen können.

Schuldenfalle: Teleshopping

Strategien verleiten zum Kauf

In den meisten Haushalten ist das eine oder andere Produkt zu finden, welches zu den Spontankäufen zählt und welches schlussendlich nie wirklich gebraucht wurde. Beim Teleshopping geht es darum, einen Bedarf vorzuspielen, der so jedoch nicht existiert.

Lassen Sie sich hier nie von Ihren Gefühlen leiten, denn diese führen bei häufigem Teleshopping schnell und geradeaus in die typische Schuldenfalle. Fragen Sie sich also vor jedem Kauf, ob Sie das im Fernsehen gezeigte Produkt wirklich benötigen oder Sie weiterhin auch ohne auskommen.

Animationen drängen zum schnellen Kauf

Wahrscheinlich kennen auch Sie die unterschiedlichen Animationen, welche beim Teleshopping eingesetzt werden, um zum schnellen Kauf zu animieren. Dazu gehört zum Beispiel der Countdown, während welchem die Produkte besonders kostengünstig erworben werden können. Ebenso sehr beliebt ist die vorgetäuschte Produktknappheit á la „Es sind nur noch 10 Produkte von 100 Artikeln zu haben“. Des Weiteren wird Ihnen gesagt, dass Sie kostenlose Produkte oder andere Vorteile genießen können, wenn Sie jetzt sofort zuschlagen und innerhalb der nächsten Minuten bestellen.

All diese Maßnahmen haben die Aufgabe, Sie unter zeitlichen Druck zu setzen. Sie sollen erst gar nicht ans Grübeln kommen, sondern direkt zuschlagen. Dabei bieten die meisten Teleshopping Sender auch das Zahlen in Raten an, sollte das Geld grad nicht zur Verfügung stehen. Auch eine Tatsache, welche zur Schuldenfalle führt. Denn auch diese Schulden müssen Sie schließlich zurückzahlen.

Schuldenfalle Teleshopping – Eine Masche, die funktioniert

„Erst einseifen, dann ausdrücken“. Hierbei handelt es sich um eine typische Masche von den Verkäufern. Dabei handelt es sich um Produktpräsentationen, welche die Emotionen der Zuschauer ansprechen sollen. Diese sollen also Ihr maximales Interesse wecken.

Floskeln wie:

  • Ihre Freunde werden Sie darum beneiden
  • Noch nie war Kochen/Putzen und Co. so einfach wie mit diesem Produkt
  • Es wird Ihnen fantastisch stehen

Mit leeren Versprechen versuchen die Sender nun, Sie dazu zu überzeugen, dieses überteuerte Produkt unbedingt haben zu müssen. Nachdem alle Verkaufsargumente abgespielt wurden, geht es nun darum, Sie unter Druck zu setzen.

Denn:

  • Greifen Sie jetzt zum Telefon
  • Innerhalb der nächsten Stunde bekommen Sie Produkt X kostenlos dazu
  • Sichern Sie sich schnell eines der begehrten Artikel, bevor sie endgültig ausverkauft sind
  • Wer es jetzt kauft, bekommt es quasi geschenkt

Um diese Aussagen nochmals zu verdeutlichen, wird nun ein Countdown, ein Stückzahlrechner oder Ähnliches eingeblendet. Dieser soll dazu führen, dass Sie sich schnell entscheiden und erst gar nicht dazu kommen, die Emotionen auszuschalten und logisch über den Kauf nachzudenken.

Die Falle schnappt zu

Sobald Sie zum Hörer gegriffen und die Nummer gewählt haben, schnappt die Falle auch schon zu. Hier geben Sie nun Ihre persönlichen Daten bekannt. Auch die Kreditkartennummer bzw. die Kontodaten, um alles schnell per Lastschrift einziehen zu können, wird nun abgefragt. Dazu auch das Alter samt Adresse und schon werden Sie einer Zielgruppe zugeordnet, denn auch die eigene E-Mail-Adresse gehört zu den Daten, welche Sie nun preisgeben.

Haben Sie nun alles angegeben, wird der Betrag auch schon vom Konto abgebucht. Schon ein paar Tage später klingelt es nun an der Tür und das Produkt, welche Sie noch vor Kurzem im TV mit glänzenden Augen betrachtet hatten, hat seinen Glanz verloren und sieht nüchtern betrachtet alles andere als nützlich aus.

Dazu sollte Ihnen klar sein, dass es sich bei den Produkten aus dem Teleshopping nie um Schnäppchenpreise handelt. Ganz im Gegenteil. Es handelt sich um überteuerte Artikel. Ein weiterer Punkt, der Ihnen in Richtung Schuldenfalle klar sein sollte. Mit einem Preisvergleich können Sie in diesem Fall bares Geld sparen.

Suchtpotenzial niemals unterschätzen

Natürlich geraten Sie nicht gleich in die Privatinsolvenz, sollten Sie einmal beim Teleshopping was bestellt haben. Es ist eher die Sucht, die hier nicht unterschätzt werden darf. Viele Teleshopping-Fans lassen sich jedoch nicht beirren und schauen sich auch in Zukunft die Sendungen an. Es wird über die eigenen Möglichkeiten bestellt und die Schuldenfalle schnappt zu.

Während einige das lang ersparte Geld aufbrauchen, befinden sich wieder andere bereits im Dispo oder nutzen die monatlichen Raten, die schnell zur Überschuldung führen. Der Schuldenbetrag wächst und das Girokonto schreibt rote Zahlen. Die Anschaffung der eigentlich doch so unwichtigen Dinge hat dazu geführt, dass sich Betroffene Schuldner zur Insolvenzberatung begeben, um irgendwann wieder schuldenfrei durch Leben gehen zu können. Bevor Sie also überschuldet sind und eine Umschuldung beantragen müssen, überspringen Sie am besten die Teleshopping Kanäle und lassen Sie die Finger von überteuerten Produkte, die Sie in Wirklichkeit nicht brauchen.

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