Wenn Sie sich für eine Privatinsolvenz entscheiden, hat dies natürlich auch einen Einfluss auf Ihren SCHUFA-Score. Für Sie ist es aber wichtig zu wissen, wie lange der Einfluss auf die SCHUFA bestehen bleibt. Erhalten Sie einen negativen Eintrag in die SCHUFA, dann bleibt dieser drei Jahre bestehen, auch wenn der Grund für den Eintrag schon abgeschlossen ist. Bedenken Sie, dass eine Verbraucherinsolvenz normalerweise sechs Jahre dauert, bis es zu einer Restschuldbefreiung nach der Wohlverhaltensphase kommt und Sie schuldenfrei sind. Nach rund zehn Jahren wird der Eintrag bei der Schutzgemeinschaft also gelöscht.

Was passiert mit den Daten bei der SCHUFA?

Sie haben eine Verbraucherinsolvenz beantragt? Dann wird diese Information auch bei der SCHUFA gespeichert. Die Eröffnung verbleibt für drei Jahre im Register. Hierzu informiert sich die Schutzgemeinschaft über das Insolvenzregister, welches durch das Amtsgericht zur Verfügung gestellt wird. In der SCHUFA werden dann die weiteren Schritte des Verfahrens vermerkt.

Wichtig: Weißt das Gericht Ihren Antrag auf Verbraucherinsolvenz ab, wird dies auch in der SCHUFA vermerkt und wirkt sich negativ auf den Score aus. Die Speicherung dieser Information erfolgt sogar länger als drei Jahre.

Gespeichert werden die folgenden Daten in Ihrer SCHUFA:

  1. Eröffnung der Privatinsolvenz – Löschung der Information nach drei Jahren
  2. Abweisung der Privatinsolvenz – Löschung der Information nach fünf Jahren
  3. Ankündigung der Restschuldbefreiung – verbleibt in der SCHUFA über die Wohlverhaltensphase
  4. Abschluss der Privatinsolvenz – Löschung nach drei Jahren

Sind Sie also schuldenfrei, dauert es noch rund drei Jahre, bis Sie keinen Eintrag mehr in der SCHUFA haben.

Die SCHUFA und ihre Bedeutung während der Privatinsolvenz

Sie können während der Insolvenz keinen Kredit aufnehmen. Stellen Sie einen Antrag, wird ein Kreditgeber über die SCHUFA sofort vom Verfahren erfahren. Auch dann, wenn Sie einen schufafreien Kredit beantragen, werden Sie gefragt, ob Sie sich aktuell in einer Insolvenz befinden. Antworten Sie hier nicht wahrheitsgemäß, dann begehen Sie Kreditbetrug.

Durch die Einträge in der SCHUFA entstehen auch meist dann Schwierigkeiten, wenn Sie einen neuen Mietvertrag abschließen oder einen Telekommunikationsvertrag eingehen möchten. Warten Sie daher damit bis nach der Restschuldbefreiung.

Möchten Sie im Geschäft oder im Versandhandel in Raten zahlen, wird dies ebenfalls meist abgelehnt, da Sie eine negative SCHUFA haben. Oft können Sie sogar nur per Vorkasse zahlen. Ziel ist es aber auch, dass Sie gar keine neuen Schulden während der Wohlverhaltensphase machen können.

Was passiert nach der Restschuldbefreiung?

Wenn Sie die Restschuldbefreiung hinter sich haben, wird der Eintrag in der SCHUFA noch nicht gelöscht. Jetzt dauert es noch einmal drei Jahre, bis Ihr Score wieder komplett sauber ist. Allerdings sind jetzt die Chancen schon wieder höher, einen Kredit zu erhalten, da nur noch die Restschuldbefreiung vermerkt ist.

Hier werden Sie schnell merken, welche Anbieter nach einer abgeschlossenen Privatinsolvenz bereit sind, wieder Finanzierungen anzubieten. Es gibt auch durchaus Anbieter, die Finanzierungen in dem Fall gar nicht zur Verfügung stellen. Ein Vergleich kann also lohnenswert sein.

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