Umschuldung für Studenten

Die Umschuldung eines Studentenkredits kann sich erforderlich machen, wenn es zu Tilgungsschwierigkeiten kommt. Eine Zinsersparnis ist damit nur selten verbunden, denn die Studentenkredite, die das BAföG ergänzen oder gar ersetzen, werden zu recht günstigen Konditionen vergeben. Viel günstiger lässt sich dann meistens die Umschuldung eines Studentenkredits kaum noch vornehmen. Den Studentenkredit vergeben Banken, auch von der KfW kommt hier ein besonders günstiges Angebot. Viele Studierende würden ihr Studium ohne diese zusätzliche Finanzspritze nicht bewältigen. Die Auszahlung erfolgt bei den meisten Banken (aber nicht immer) in Monatsraten, die Tilgung kann oft einige Monate nach dem Studium beginnen. Eine signifikante Karenzzeit wie beim BAföG oder dem Studienkredit der KfW über ein halbes Jahr oder gar zwei Jahre gibt es allerdings nicht, die meisten Banken fordern die Rückzahlung etwa ab drei Monate nach der Auszahlung. Das bedeutet: Wer bis dahin keinen Job gefunden hat, könnte in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Dagegen kann die Umschuldung eines Studentenkredits helfen.

Die Schuldenfalle Studienzeit:

Die häufigste Ursache für eine Umschuldung bei Studenten ist die Überziehung des eigenen Kontos. Studierende müssen neben den allgemeinen Lebenshaltungskosten auch Gebühren sowie die Kosten für Ausbildungsmaterialien mit eigenen Mitteln aufbringen.

Zwar ist es möglich, ein zinsloses Darlehen über das Bafög-Amt zu beantragen, allerdings ist dieses Darlehen in seiner Höhe beschränkt und oft nicht ausreichend, wenn der Auszubildende zusätzlich noch Miete für eigenen Wohnraum bezahlen muss. Für Nebentätigkeiten fehlt besonders im Hauptstudium die Zeit, da die universitären Veranstaltungen den Teilnehmern sämtliche Kapazitäten abverlangen. Zudem ist es wichtig, einen möglichst positiven Abschluss zu erzielen, um die individuellen Berufschancen zu maximieren. Daher überziehen viele Studenten zur Finanzierung persönlich notwendiger Kosten ihr Konto.

Auf den ersten Blick mag ein Dispositionskredit verlockend sein, da der Vertrag bzw. die Allgemeinen Geschäftsbedingungen meist vorsehen, dass vergleichsweise lange Tilgungsphasen gelten. Der Dispositionskredit führt jedoch oft dazu, dass sich eine wirtschaftliche Spirale aufbaut, denn er ist mit hohen Zinslasten verbunden, die bei der Rückzahlung ebenfalls zu tilgen sind. Der Kontoinhaber muss insoweit mit immer höheren Kosten kalkulieren, je langfristiger der Dispositionskredit in Anspruch genommen wird.

Somit verschlechtert sich die wirtschaftliche Situation zusehends und den betroffenen Studenten droht infolgedessen oft die Schuldenfalle. Hier ist eine Umschuldung häufig
eine sinnvolle Lösung, um die Verbindlichkeiten der Gläubiger zu befriedigen.

Umschuldungsmöglichkeiten für Hochschüler:

Interessiert sich der Student für eine Umschuldung, um die Altlasten durch einen Neukredit abzulösen, stellt sich die Suche nach einem Geldgeber oftmals als schwierig heraus. Das Problem besteht darin, dass Kreditinstitute nur gegen Sicherheiten leisten möchten, um eigene finanzielle Risiken zu minimieren. Der Student verfügt aber meist nur über geringfügige Einnahmequellen, die auf den Kreditgeber nicht überzeugend wirken.

Dennoch gibt es einige Darlehensgeber, die Hochschülern die Möglichkeit einer Umschuldung bieten. Dies ist sinnvoll, weil der Student ansonsten durch die Überziehungskosten, die der Dispositionskredit verursacht, in wirtschaftliche Bedrängnis geraten kann.

Es ist ratsam, das Gespräch mit der Hausbank zu suchen, bei der das Girokonto eröffnet worden ist. Die Bank wird den beantragten Neukredit auch aus eigenen Interessen heraus prüfen. Ist der Schuldenberg bereits derart hoch angewachsen, dass in Zukunft existenzielle Not anzunehmen ist, der Student mithin insolvent wird, muss die Bank möglicherweise auf ihre Forderungen verzichten.

Um diesem wirtschaftlichen Verlust vorzubeugen, bewilligen sie einen neuen Kreditvertrag, der den Studenten finanziell entlasten soll. Durch die Möglichkeit der Umfinanzierung kann der Hochschüler seine persönlichen Schulden in vereinbarten Raten tilgen. Dies entlastet ihn nicht nur finanziell, sondern hält auch den Kopf für anstehende Prüfungen frei.

Umschuldung eines Studentenkredits: So gehen Sie vor!

Bei der Umschuldung eines Studentenkredits ist ausdrücklich nicht mit einer Kostensenkung zur rechnen. Das alte Darlehen muss abgelöst, ein neues mit längerer Laufzeit und möglichst nicht zu hohen Zinsen aufgenommen werden. Was bringt die Umschuldung eines Studentenkredits dennoch für Vorteile?

  • niedrigere Monatsrate
  • Entlastung von Mahnungen der vorherigen Gläubigerbank
  • Vermeidung eines negativen Schufa-Eintrages
  • neue Kreditwürdigkeit, wichtig für Investitionen (etwa in die eigene Praxis eines Arztes)

Hierfür sind einige Voraussetzungen zu erfüllen. Die Interessenten sollten auf Folgendes achten:

  • Der neue Kredit muss so niedrig wie möglich verzinst werden, sonst kann die Umschuldung eines Studentenkredits sehr teuer werden!
  • Der Altkredit muss ohne Vorfälligkeitsentschädigung abzulösen sein.
  • Bei der Festlegung der künftigen Laufzeit ist mit Augenmaß vorzugehen. Zu lange sollte niemand tilgen, auch wenn eine niedrigere Monatsrate lockt. Die Kosten ufern sonst aus.

Zu beachten ist zudem, dass der Kreditgeber in der Regel zusätzliche Gebühren bei Abschluss eines solchen Vertrages erhebt. Diese sollten bei der Entscheidung ebenfalls berücksichtigt werden.

Es ist immer ratsam, verschiedene Angebote miteinander zu vergleichen, da die Kreditofferten zum Teil erheblich voneinander abweichen. Aufgrund der meist nicht ausreichend vorhandenen Kreditwürdigkeit ist der Markt für Hochschüler allerdings naturgemäß begrenzt. Es gibt nur wenige Kreditinstitute, die eine derartige Möglichkeit überhaupt anbieten.

Dennoch sollten auch die wenigen Geldgeber im Hinblick auf ihre Konditionen verglichen werden, um eventuelle Nachteile von vornherein zu vermeiden. Neben der Hausbank finden Studenten auch auf Kreditportalen im Internet Anbieter, die einer Umschuldung unter Umständen zustimmen.

Es kann vorkommen, dass die Darlehensgeber zur Sicherheit die Benennung eines Bürgen verlangen. Kann der Student einen Bürgen benennen, hat die Bank in der Regel keine Probleme bei der Vergabe eines Neukredits. Die Chancen stehen umso besser, wenn der Bürge seinerseits Sicherheiten anzubieten hat, beispielsweise ein gutes Monatseinkommen oder Wertobjekte.

Zuletzt sollte der Hochschüler bei dem neuen Kredit darauf achten, dass durch den Vertrag realistische Raten zur Tilgung vereinbart werden, die er auch tatsächlich bedienen kann.

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