Ob nun laufende Kredite, Überziehungszinsen, die Rate für das Auto oder aber die Rechnung vom Handy – es gibt zahlreiche Schuldenfallen, die uns das Leben schwer machen und bei vielen Menschen zu Schulden führen. Statistiken zeigen dabei, dass in Deutschland allein mehr als jeder Zehnte verschuldet ist. In vielen Fällen reicht das monatliche Einkommen irgendwann nicht mehr aus, um locker über die Runden zu kommen. Wir wollen Ihnen in diesem Artikel zeigen, wie Sie Geld einsparen und somit auch Schulden vermeiden können.

Die Verwaltung von Finanzen

Die größten SchuldenfallenSie sollten immer einen perfekten Überblick über Ihre Finanzen haben und hier keinerlei Abstriche machen. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, wie das funktioniert.

Führen Sie ein Haushaltsbuch

Es ist immer wichtig, sich einen Überblick über die Ein- und Ausgaben zu verschaffen. Das funktioniert mit einem Haushausbuch besonders gut. In diesen werden also nicht nur die Einnahmen, sondern auch die Ausgaben festgehalten. Damit haben Sie Monat für Monat eine perfekte Übersicht über die Dinge, die Sie eingekauft haben und wohin das Geld schlussendlich ging. Zusätzlich können Sie so auch Vergleiche ziehen.

Wie Sie Ihr Haushaltsbuch führen, bleibt dabei Ihnen überlassen. Wir empfehlen dabei, die Einkaufszettel aufzubewahren. Ob nun geschrieben mit der Hand, eingetragen am PC oder in einer App festgehalten, ist reine Geschmackssache.

Halten Sie dafür zuerst die monatlichen Fixkosten fest. Dazu gehören Folgende:

  • Die Miete oder die Kosten zum Wohnen (Raten beim Baukredit)
  • Stromkosten
  • Gas-/ Heizungskosten
  • Versicherungen

Hinzu kommen nun natürlich auch noch die laufenden Kosten, wie zum Beispiel:

  • Ausgaben für die Lebensmittel
  • Kosmetik
  • Kleidung
  • Handyrechnung
  • Rechnung für Internet
  • Abos
  • Spritgeld bzw. Ausgaben zur Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

Wichtig: Notieren Sie alles so detailliert wie möglich. Dadurch können Sie jeden Monat sehen, wo noch Einsparpotenzial besteht.

Zahlen Sie in bar

Viele gehen einkaufen und nutzen an der Kasse fix die Kreditkarte oder die Bankkarte für das Girokonto. Das ist auch kein Wunder, denn es ist in der Regel nicht nur kostenlos, sondern auch sehr einfach und komfortabel. Allerdings verlieren Sie so schneller die Übersicht über das vorhandene Geld. Wir empfehlen Ihnen, immer alles in bar zu bezahlen. Holen Sie am Anfang des Monats am besten eine festgelegte Summe vom Konto ab.

Tipp: Machen Sie sich Umschläge und legen Sie in jeden Umschlag eine feste Summe für Kosmetika, Essen, Kleidung und Co. So können Sie das Geld vom restlichen Geld trennen. Wenn am Ende des Monats noch etwas Geld übrig bleibt können Sie sich entweder etwas Schönes kaufen oder es zum Sparen nutzen. Nehmen Sie übrig gebliebenes Geld nur immer wieder aus den Umschlägen heraus, um jeden Monat das gleiche Budget zu haben.

Bewusstes Einkaufen

Viele gehen mit dem Gedanken „Ich schaue mal, was es so gibt“ einkaufen. Das ist allerdings ziemlich gefährlich. So werden oft Käufe getätigt, welche nicht sein müssen. Unnötige Ausgaben lassen sich dabei so einfach vermeiden. Machen Sie sich immer einen festen Einkaufszettel, von welchem Sie nun nicht abweichen. Sollten mal Lebensmittel gekauft werden, die nicht darauf zu finden sind, stellen Sie sich immer die Frage, ob das nun aktuell auch wirklich notwendig ist. Des Weiteren lohnt es sich immer, die verschiedenen Preise miteinander zu vergleichen, da auch hier oft immense Unterschiede zu finden sind.

Die Fixkosten priorisieren

Fixkosten lassen sich nur selten ändern. Diese nicht zu bezahlen, um für die Einkäufe oder Hobbys nun mehr Geld zur Verfügung zu haben, sollte erst gar nicht zur Debatte stehen. Miete, Strom, Gas, Versicherungen und Co. sollten immer an erster Stelle stehen und auch direkt bezahlt werden. Das bedeutet jedoch nicht, dass hier keine Preise verglichen werden sollten. Man verschuldet sich auch dann schnell, wenn diese Kosten zu hoch sind. Sie sollten also auch immer schauen, ob die Tarife, die Sie hier zahlen, auch wirklich zu Ihnen passen.

Sind also die Versicherungen wirklich auf dem neuesten Stand und bietet wirklich kein anderer Strom- oder Gasanbieter günstigere Tarifmodelle für die Kunden an? Ein Tarifrechner aus den unterschiedlichen Bereichen kann dabei helfen, die günstigen Tarife herauszusuchen und somit Monat für Monat bares Geld zu sparen.

Betriebs- und Stromkosten sparen

Sie können aber nicht nur bei den unterschiedlichen Tarifen sparen, sondern auch im Alltag selbst. Nutzen sie zum Beispiel lieber die Energiesparlampen und setzen Sie auf voll abgedichtete Fenster, damit in Zukunft keine Wärme mehr herausgeht. Des Weiteren ist es nicht selten ratsam, die Raumtemperatur etwas herabzusenken und die Räume nicht zu überheizen.

Zusätzlich sollten Sie eher duschen und auf das Baden verzichten, sodass Sie auch hier jährlich viel Geld einsparen können. Ebenso ist der Standby-Betrieb von jeglichen Geräten zu vermeiden. Machen Sie diese lieber komplett aus, denn auch im Standby wird Strom benötigt.

  • Schalten Sie alle Geräte bei Nichtnutzung immer aus, nicht auf Standby
  • Duschen Sie, anstatt zu baden
  • Immer gut lüften
  • Verwenden Sie Energiesparlampen
  • Raumtemperatur senken
  • Tarife miteinander vergleichen

Begleichung der Rechnungen

Begleichen Sie Rechnungen am besten immer direkt. Mit Zahlungserinnerungen und Mahnungen wird alles nur noch schlimmer. Des Weiteren kommen hier noch weitere Kosten in Form von Zinsen hinzu, sodass sich bereits zahlreiche Personen so verschuldeten, dass schlussendlich nur noch eine Umschuldung half, bei der alle offenen Posten zusammen abgezahlt wurden, auch Ratenkredite und  Schulden bei Gläubigern. Eine Nichteinhaltung der Zahlungsfrist kann jedoch dazu führen, dass nicht nur teure Mahngebühren oben drauf kommen. Auch der Eintrag in die SCHUFA ist nicht selten und führt zu einer negativen Bonität, mit welcher man sich das Leben zusätzlich schwer machen kann. Das würde zum Beispiel schnell dazu führen, dass ein Ratenkredit nicht mehr genehmigt werden würde. Bei sehr hohen Schulden kommt, sodass diese auch nicht mehr mit einer Stundung herausgezögert werden können, kann oft nicht mal mehr die Umschuldung helfen, sodass es sogar soweit kommt, dass Betroffene eine Privatinsolvenz beantragen müssen.

Vermeiden Sie Kontoüberziehungen

Viele Banken gewähren den Girokontoinhaber den sogenannten Dispositionskredit. Dieser erlaubt es dem Kontoinhaber, das Konto bis zu einem gewissen Betrag zu überziehen, um kurzfristig liquide zu sein, auch wenn kein Guthaben mehr auf dem Konto ist. Der Dispo kann bis zu dreimal so hoch wie das Monatseinkommen sein. Je nachdem, wie viel Sie verdienen, handelt es sich also schon um recht hohe Summen.

Die Zinsen beim Dispo sind jedoch sehr hoch. Haben Sie zum Beispiel einen Dispo von 3.000 Euro, wird es bei einem Verdinest von 1.500 Euro kaum möglich sein, schnell wieder schuldenfrei zu sein. Sie sollten den Dispo also nur wirklich dann in Anspruch nehmen, wenn es nicht anders geht. Für Spontankäufe ist das Geld also keine gute Investition. Eher dann, wenn die Stromnachzahlung nicht direkt bezahlt werden kann oder die Waschmaschine defekt ist und eine Neue gekauft werden muss.

Beantragen Sie finanzielle Hilfe

Schaut man sich an, wer Schulden hat, so sind es oft Menschen, dessen Verdienst nicht zum Leben reicht. Neben den Arbeitslosen und Hartz-4 Empfängern sind es aber auch die Geringverdiener, die trotz schwerer Arbeit zu wenig Netto rausbekommen. Schämen Sie sich aber bitte niemals dafür, sondern nutzen Sie die Möglichkeit, um Ihr Geld aufzustocken. Viele Menschen, die zu wenig verdienen, können Sozialleistungen beanspruchen. Überprüfen Sie das auf jeden Fall, denn eventuell steht Ihnen ein solches Geld zu.

Sparen Sie Geld

Es ist immer einfacher gesagt als getan, es ist aber immer wichtig, Rücklagen zu bilden, auf die man im Notfall zurückgreifen kann. Aus diesem Grund sollten Sie versuchen, Monat für Monat ein wenig Geld anzusparen. Die Rücklagen sind für Situationen wichtig, in denen Sie dringend etwas Geld brauchen. Das zum Beispiel dann, wenn an dem Auto Reparaturen durchgeführt werden müssen. In diesem Fall bräuchten Sie nicht den teuren Dispo in Anspruch nehmen und sparen unterm Strich bares Geld. Machen Sie sich mit einem kleinen finanziellen Polster also auch ein Stück weit unabhängiger. Sie können sich auch monatliche Sparziele setzen.

6 goldene Regeln, um Schulden zu vermeiden – unser Fazit

Hat die Schuldenfalle erstmal zugeschnappt, ist es gar nicht mehr so einfach, wieder daraus zu kommen. Das vor allem dann, wenn monatlich nur wenig freies Einkommen zur Verfügung steht. Um Schulden zu vermeiden, ist es am wichtigsten, das Geld bewusster auszugeben. Schulden werden vor allem vermieden, indem Sie alle Rechnungen pünktlich zahlen und sich bei Ausgaben immer fragen, ob diese zum aktuellen Zeitpunkt auch wirklich nötig sind oder noch gewartet werden kann. Geben Sie Ihr Geld also niemals leichtfällig aus.

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