6 goldene Tipps um Schulden zu vermeiden

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6 goldene Tipps um Schulden zu vermeiden

Kredite, Überziehungszinsen, Auto, Handy – Schuldenfallen gibt es viele. Allein in Deutschland ist jeder Zehnte verschuldet. Häufig reicht das monatliche Einkommen nicht aus, um über die Runden zu kommen. Wie Sie Geld einsparen und Schulden vermeiden können, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

1. Finanzen clever verwalten

1.1 Haushaltsbuch führen

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Ihre Finanzen, denn nur so wissen Sie, was Sie wirklich ausgeben können und dürfen. Vielfach bewährt haben sich diesbezüglich Haushaltsbücher, weil Sie damit nicht nur Ihre Einnahmen, sondern auch Ihre Ausgaben detailliert dokumentieren können, um Schulden zu vermeiden.

Papier oder PC – wie Sie Ihr Haushaltsbuch führen, bleibt Ihnen überlassen. Zwar stehen im Internet kostenlose Haushaltsbücher zum Download bereit, jedoch können Sie sich Ihr Haushaltsbuch auch ganz einfach selbst gestalten, indem Sie zuallererst die monatlichen Fixkosten festhalten, zu denen

  • die Miete
  • Stromkosten
  • Internet
  • Versicherungen

gehören.

Hinzu kommen die laufenden Ausgaben, die monatlich variieren können:

  • Lebensmittel
  • Kosmetika
  • Kleidung
  • Handyrechnung
  • Benzin oder Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel

Heben Sie am besten sämtliche Quittungen auf, damit Sie abends die Geldausgaben des Tages übertragen können.

1.2 Bar zahlen

Klingt banal – ist es auch. Wenn Sie stets bar zahlen, können Sie lediglich das ausgeben, was Sie im Portemonnaie haben. Kartenzahlungen haben den großen Nachteil, dass Sie schnell den Überblick verlieren und sich zu Spontankäufen hinreißen lassen.

Tipp: Legen Sie fest, was Sie monatlich für Essen, Kosmetik oder Kleidung ausgeben wollen und können. Parken Sie das Geld zu Beginn des Monats in einer separaten „Haushaltskasse“, damit Sie den Betrag von Ihrem restlichen Geld trennen. Bleibt am Monatsende etwas übrig, können Sie sich entweder etwas Schönes gönnen oder das Geld für „schlechte Zeiten“ reservieren.

1.3 Bewusst einkaufen

Schreiben Sie einen Einkaufszettel. So verhindern Sie, dass Sie unnötige Ausgaben tätigen. Zudem lohnt es sich, im Supermarkt die Preise/Kilopreise der Produkte zu vergleichen, um Geld einzusparen.

2. Monatliche Fixkosten zuerst bezahlen

An den monatlichen Fixkosten für Miete, Strom, Versicherungen und Internet ist meistens nicht zu rütteln. Allerdings können sogenannte Tarifrechner im Internet dabei helfen, die Strom- und Versicherungstarife zu vergleichen. Vielfach können Sie mehrere hundert Euro jährlich einsparen.

Tipp: Sparen Sie auch bei Ihren Betriebs- und Stromkosten, indem Sie

  • Energiesparlampen verwenden
  • die Fenster mit Dichtungsband verkleiden
  • richtig lüften
  • die Raumtemperatur senken & die Räume nicht überheizen
  • lieber duschen, anstatt zu baden
  • den Standby-Betrieb vermeiden und die Elektrogeräte von Stromnetz nehmen

Der Gang zum örtlichen Mieterschutzbund lohnt sich, um bestehende Betriebskostenabrechnungen auf Genauigkeit überprüfen zu lassen.

3. Rechnungen sofort begleichen

Schieben Sie Ihre Rechnungen nicht von sich, da bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist teure Mahngebühren anfallen. Falls Sie eine Rechnung dennoch nicht begleichen können, suchen Sie am besten den Kontakt zu den Gläubigern, um eine Ratenzahlung zu vereinbaren oder eine zinslose Stundung zu erwirken.

Zu den größten Schuldenfallen gehören übrigens Mietschulden und Schulden beim Finanzamt, die unabwendbare Vollstreckungsmaßnahmen verursachen können.

4. Kontoüberziehungen vermeiden

Da Banken mitunter zweistellige Prozentbeträge verlangen, sollten Sie eine Überziehung Ihres Girokontos oder die Einrichtung eines Dispositionskredites unbedingt vermeiden.

Sprechen Sie mit Ihrer Bank, um mögliche Zinsbeträge eines Dispo-Kredites zu erfragen. Nach Möglichkeit sollte der Kredit nicht mehr als 500 Euro monatlich betragen, damit die zusätzlichen Zinsausgaben nicht allzu hoch sind. Falls Ihr monatliches Einkommen sämtliche Kosten abdeckt, können Sie mit Ihrem Kreditinstitut eine Vereinbarung treffen, dass das Konto keine Überziehung duldet.

5. Finanzielle Hilfen beantragen

Von möglichen Schulden sind vor allem Menschen betroffen, deren Einkommen nicht zum Leben reicht. Neben Arbeitslosen und Hartz-IV-Empfängern sind es vor allem

  • Friseure
  • Floristen
  • Verkäufer
  • Reinigungs- und Bürokräfte
  • Lager- und Transportarbeiter
  • Köche
  • Sozialarbeiter
  • Krankenpfleger,

die ihr monatliches Gehalt „aufstocken“ müssen. Falls auch Sie zu den Berufsgruppen gehören, sollten Sie Ihren Anspruch auf Sozialleistungen, beispielsweise Wohngeld, Sozialhilfe oder Kindergeldzuschlag, prüfen lassen.

6. Rücklagen erarbeiten

Das Auto streikt, die Waschmaschine ist defekt, die Schulklasse Ihres Kindes plant einen Ausflug – Rücklagen sind wichtig, um ein finanzielles Polster zu schaffen, mit dem Sie außerplanmäßige Zahlungen tilgen können. Falls es Ihnen möglich ist, einen monatlich festgelegten Betrag zu entbehren, sollten Sie diesen auf einem Tagesgeld- oder Sparkonto deponieren, um regelmäßige Zinsbeträge zu erhalten.

By |2016-12-05T11:23:54+00:00Dezember 4th, 2014|Schuldenhilfe|0 Comments

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