Die bunten Zeichen rennen über den Bildschirm, der einarmige Bandit klimpert. Haben Sie diesmal drei Richtige, drei Mal die goldene Sieben oder nur drei rote Erdbeeren? Der Spieler drückt immer wieder auf Spiel. Die Zeichen rennen an seinen Augen vorbei. Gleich beim nächsten Stopp wird er gewinnen. So denkt er es sich jedenfalls.

Beim nächsten Spiel ein Gewinn

Egal, ob man als Spieler online spielt, an einem einarmigen Banditen sitzt oder ständig neuen Pokerrunden mit großen Einsätzen frönt – es bleibt immer der Glaube. Der Glaube an den nächsten Gewinn. Daran, dass man das laufende Spiel eigentlich gar nicht verlieren kann. Bis es verloren ist. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Also noch ein Spiel…

Spielsucht ist ein Spielen wie im Rausch

Spielsucht ist nicht einfach nur gerne spielen. Es ist eine hammerharte Abhängigkeit. Ein Druck zum Spiel, dem der Betroffene nicht standhalten kann. Der Betroffene muss spielen, ob er will oder nicht. Er braucht diesen Rausch des Spielens, das Spiel wird zur Droge. Zur Flucht aus der Realität, zur Alternative für Wirklichkeit.

Spielkasinos verlocken erst sehr harmlos

Die bunte Welt der Spielkasinos verlockt erst ganz harmlos. Da können Sie schon für wenig Geld einige Spielchen wagen, am einarmigen Banditen sind schnell mal 5 oder 10 Euro verspielt. Doch dann passiert es: man gewinnt. Vielleicht nicht gleich einen Hauptgewinn, aber vielleicht einen kleineren Gewinn. Vielleicht 50 Euro Gewinn bei 1 Euro Einsatz. Das fesselt. Das will man wieder erleben.

Spielcomputer sind auf Gewinne programmiert

Die Spielecomputer in den Spielkasinos sind auf Gewinne programmiert, nach einer bestimmten Anzahl von Spielen oder auch unregelmäßig. Gerade die Spielecomputer im vorderen Teil des Kasinos sind auf häufige kleinere Gewinne spezialisiert. So wird der Kunde gelockt. Ist der Mensch dann begeistert vom Spiel, so ist es bis zur Sucht oft nur noch ein kleiner Schritt. Je häufiger am Anfang des Spielens kleinere Gewinne ausfallen, desto wahrscheinlicher wird es, dass sich eine Sucht daraus entwickeln kann.

Spielsucht ist wie Drogenabhängigkeit

Eine ausgeprägte Spielsucht ist wie eine Drogenabhängigkeit. Der Spielsüchtige kommt von seiner „Nadel“ – dem Spielen – nicht mehr los. Er muss spielen, möglichst jeden Tag oder doch so oft wie möglich. Dabei sind schnell die finanziellen Möglichkeiten erschöpft. Denn der Automat schluckt zwar viele Silberstücke, spuckt aber nicht noch mehr davon wieder aus. So wird das Geld immer weniger und weniger.

Spielsüchtige fallen in die Schuldenfalle

Wer spielsüchtig wird, verliert die Kontrolle über sein Geld. Geld wird nur noch Mittel zum Zweck, um spielen zu können. Alle anderen finanziellen Verpflichtungen werden vernachlässigt. Der Spielsüchtige ergibt sich der Illusion, dass sein nächster großer Gewinn schon alle finanziellen Sorgen mit einem Schlag auflösen wird. So spürt der Spielsüchtige gar nicht, in welcher riskanten Situation er sich befindet und wie er seine nächsten Menschen, Familie, Freunde und Angehörige mit in den Schuldenstrudel hinein reißt.

Spielen bis zur völligen Pleite

Ein Spielsüchtiger ist nicht offen für vernünftige Argumente. Viele fangen an, ihre Partner oder Angehörige zu bestehlen, nachdem sie sich schon so viel Geld wie möglich geliehen haben. Sie gehen in Pfandhäuser und versetzen alles, was ihnen als Pfand nützlich erscheint. Spielsüchtige nutzen wirklich jede Gelegenheit, um an Geld für Ihre Sucht zu kommen. Einen Spielsüchtigen von seiner Sucht zu befreien ist ein langer therapeutischer Weg. Zumeist lassen sich Spielsüchtige erst helfen, wenn nichts mehr geht und jede Reserve aufgebraucht ist. Sie sind dann völlig pleite.