Schuldenfalle: Smartphone

Schuldenfalle: Smartphone

Vielversprechende Tarife, eine schnelle Internetverbindung, verlockende Apps und trendige Features – leider gehört das Smartphone immer noch zu den Schuldenfallen Nummer eins. Vielfach sind es undurchsichtige Handyverträge, mit denen Kunden sich in Unkosten stürzen. Mit ein paar Tricks können Sie dem Tarif-Dschungel jedoch geschickt entgehen und eine Menge Geld sparen.

1. Analyse des Telefonverhaltens

Bevor Sie sich ein Smartphone oder einen Handyvertrag zulegen, sollten Sie sich die Frage stellen, wofür Sie das Smartphone vordergründig benötigen. Wollen Sie lieber telefonieren, Kurzmitteilungen versenden oder im Internet surfen? Sowohl beim Abschluss eines Vertrages als auch beim Kauf eines Smartphones empfiehlt es sich, ein paar grundlegende Dinge zu beachten, damit Sie nicht in die Kostenfalle tappen.

2. Die Auswahl eines Smartphones

Smartphones unterschiedlicher Marken und Hersteller variieren zwischen 100,00 und 900,00 Euro. Vertraglich gebundene Smartphones erscheinen auf den ersten Blick zwar deutlich billiger, jedoch lohnt es sich vielfach, Smartphone und Tarif separat anzuschaffen, wie es bei Prepaid-Angeboten der Fall ist.

Wenn Sie beim Kauf eines Smartphones sparen wollen, sollten Sie auf ältere Modelle zurückgreifen, die Sie im Internet bequem vergleichen können. Bedenken Sie, dass die meisten Mobilfunkanbieter vielfach die neuesten und teuersten Handymodelle im Angebot haben.

Tipp: Greifen Sie beim Kauf eines Smartphones auf Amazon oder Redcoon zurück, da die Plattformen über deutlich preisgünstigere Modelle verfügen als der Hersteller.

Übrigens: Handyversicherungen sind eine reine Geldverschwendung, weil sie im Schadensfall nur den Zeitwert eines Smartphones ersetzen.

3. Handyvertrag – die „Qual der Wahl“

3.1 Mit Laufzeit oder ohne?

Auch wenn ein Handyvertrag noch so günstig erscheint, sollten Sie die Preise der Anbieter vergleichen. Sie haben die Wahl, ob Sie sich für einen Vertrag mit Gerät oder ein Prepaid-Angebot entscheiden. Häufig hat sich gezeigt, dass es sinnvoller ist, ein Smartphone zu kaufen und einen preisgünstigen Tarif zu wählen.

Ausnahmen bilden teure Smartphone-Modelle von Apple oder Samsung, die mit einem 24-monatigen Vertrag erheblich preiswerter sind.

3.2 Verträge mit kurzer oder langer Laufzeit

Falls Sie sich nicht binden und flexibel bleiben wollen, könnte ein Vertrag mit einer kurzen Laufzeit das Richtige sein. Die meisten Verträge belaufen sich auf 6 Monate, sodass Sie danach die Möglichkeit haben, einen anderen Tarif zu wählen. Einziger Nachteil ist der Preis, weil kurzweilige Verträge teurer sind als Verträge, die eine 24-monatige Laufzeit besitzen.

Tipp: Auch wenn Sie Ihren Vertrag nach Ablauf der Laufzeit behalten wollen, sollten Sie sich trotzdem überlegen, diesen zu kündigen, um einen günstigeren Tarif zu erhalten. Freiwillig wird der Händler Ihnen keine besseren Konditionen unterbreiten. Andernfalls haben Sie immer noch die Möglichkeit, sich nach einem neuen Anbieter umzusehen.

3.3 Prepaid – die günstige Alternative

Prepaid-Tarife sind für Menschen, die am Monatsende keine bösen Überraschungen erleben wollen, ideal. Zwar ist ein Prepaid-Handy deutlich teurer als ein Vertrags-Handy, jedoch haben Sie die volle Kostenkontrolle.

Prepaid-Tarife sind vor allem für diejenigen sinnvoll, die einen negativen Schufa-Eintrag besitzen. Congstar, Fonic und Simyo sind nur einige Anbieter, die über kostengünstige Prepaid-Karten verfügen. Sie sind vertraglich nicht gebunden und können die Karten mit einem Mindestbetrag von 10,00, 15,00 oder 30,00 Euro aufladen. Pro Gesprächsminute und SMS werden in der Regel 0,09 Euro verlangt, einen monatlichen Mindestumsatz gibt es nicht.

Tipp: Sowohl bei Handyverträgen als auch bei Prepaid-Angeboten sollten Sie darauf achten, dass Sie nur innerhalb Ihres Netzes telefonieren. Gespräche in andere Netze kosten extra.

4. Flatrate-Optionen

Falls Sie gerne telefonieren, im Internet surfen oder Kurznachrichten versenden, könnte ein Handyvertrag mit Flatrate-Option die richtige Wahl sein. Je mehr Optionen eine Flatrate enthält, desto höher ist auch der Grundbetrag. Vielfach können Sie Flatrate-Optionen mit begrenztem oder unbegrenztem Datenvolumen, Freiminuten oder freien SMS wählen.

Verträge mit unbegrenztem Datenvolumen haben übrigens den Vorteil, dass Ihnen keine außerplanmäßigen Kosten entstehen. Bei einem Vertrag mit einem begrenzten Volumen werden zusätzliche Gespräche und Kurznachrichten extra berechnet.

Auch bei einer Flatrate gilt, dass die Telefonate nur dann „kostenlos“ sind, wenn Sie das eigene Netz oder das deutsche Festnetz nutzen. Schnell entsteht hier eine Kostenfalle, weil die Nutzung anderer Netzbetreiber gebührenpflichtig ist. Kostenfreie Gespräche in alle Netze bietet hingegen die Option „Allnet-Flat“, mit der Sie beliebig telefonieren können.

Tipp: Sofern Sie mit dem Smartphone auch im Internet surfen wollen, sollten Sie an eine Internet-Flatrate denken – ansonsten steigen Ihre monatlichen Gebühren schnell ins Unermessliche.

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