Schuldenfalle: Abos

Schuldenfalle: Abos

Abonnements gehören zu denjenigen Posten in unserem Monatsbudget, die oft sehr stark ins Geld laufen und damit für knappe Kassen sorgen – oder in die Schuldenfalle führen, ohne dass wir es merken. Auf der anderen Seite sind Abos oft verzichtbar.

Abos für Medien

Welche Abonnements beziehen Sie? Meist ist es vor allem die Tageszeitung, gern auch eine TV-Zeitschrift. Modejournale, Motorrad- und Autofachzeitschriften, Handarbeits- und Heimwerker- sowie politische und naturwissenschaftliche Medien gehören ebenfalls dazu. Diese Produkte landen in unserem Briefkasten, zum Lesen kommen wir oft kaum.

Abos im Internet

Ein anderer Posten betrifft das Internet. Wir erhalten nicht nur kostenlose Newsletter und Werbung, sondern haben vielleicht ein Abonnement über die regelmäßige Zusendung von Büchern, CDs oder DVDs, die wir leihen oder kaufen können; manchmal wird die Rücksendung vergessen, und schon gibt es ein neues Produkt im Hause, das wir eigentlich gar nicht haben und bezahlen wollten. Vor allem brauchen wir es nicht.

Auch die Tageszeitung kann online gelesen werden, die meisten Artikel aber nur gegen Bezahlung. Wer hier und bei anderen Medien eine Dauerbuchung vornimmt, hat ähnliche Kosten wie bei den Produkten im Briefkasten. Das Geld verlässt fast unbemerkt das Konto, doch noch vor dem Monatsletzten ist kein Cent mehr vorhanden beziehungsweise steht das Konto in den roten Zahlen.

Abos über Handys

Über das Handy werden ebenfalls Abos abgeschlossen, beispielsweise zu Klingeltönen. Diese werden auch über Prepaid-Karten abgebucht. Schon läuft uns an dieser Stelle das Geld durch die Finger.

Der einzige Weg: Abos überprüfen und kündigen

Wem auf diese Weise unkontrolliert die Kosten über den Kopf wachsen, kommt nur auf einem Weg wieder in den grünen Bereich: Es gilt, sehr genau jeden einzelnen Posten auf dem Bankauszug zu überprüfen, auch Jahresbeiträge zu kontrollieren, und im Zweifelsfall viele Abos abzubestellen, so schnell dies machbar ist.

Alternativen überlegen

Als Hilfe dient die Überlegung, welches Abo Priorität hat, welche verzichtbar sind: Wie viele Zeitungen und Zeitschriften lesen Sie wirklich gründlich durch, sodass sich die Anschaffung lohnt? Müssen neben der Tageszeitung der Heimatstadt noch überregionale Medien sein? Können Sie die kulturellen und Reisetipps nicht auch auf anderen Wegen erhalten? Brauchen Sie so viele neue Klingeltöne? Sehen Sie alle DVDs an, die Sie erhalten? Und lesen Sie alle Bücher? Ein Bibliotheksausweis kommt oft deutlich billiger, die Auswahl an Medien erfüllt hier fast alle Bedürfnisse, einschließlich der aktuellen Zeitungen.

Gewohnheiten contra Nutzen

Verständlicherweise geben wir viele Abos nicht gern auf, beziehen die Daten oder Produkte seit Jahren und möchten die Gewohnheit nicht missen. Auf der anderen Seite dürfen solche Überlegungen aber nicht dazu führen, dass unser Konto dauernd ein Minus aufweist – schließlich sind lebensnotwendige Dinge sehr viel wichtiger als die meisten Informationen. Selbst viele Abos aus Berufsgründen sind verzichtbar, denn oft kommen wir gar nicht zu der Lektüre. Mit manchem guten Geld könnten wir uns stattdessen eines Tages, wenn die Kasse wieder stimmt, ein schönes verlängertes Wochenende zum Erholen leisten.

Abo-Schulden gehören zu den unnötigen Konsumschulden, die viele Zinsen kosten, und sollten daher unbedingt vermieden werden!

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.