Die 5 größten Schuldenfallen im Internet

Die 5 größten Schuldenfallen im Internet

Zeitvertreib, Shoppingmall, Arbeitsumfeld – das Internet ist für viele Menschen mittlerweile zu einem hauptsächlichen Lebensinhalt gereift. Doch kostenlos kann hier beinahe nichts genutzt werden. Insbesondere hinter den vermeintlich günstigen Angeboten lauern oft teure Schuldenfallen. Wichtig ist es daher, alle Offerten genau zu prüfen – und sich selbst stets zu fragen, ob dieser Kauf oder jenes Abonnement wirklich nötig ist. Zumal sich auch kleinere Ausgaben über Monate und Jahre hinweg zu erheblichen Kostenfaktoren entwickeln können.

Teuer, langwierig, nervig – die Last der Abonnements

Die größte Schuldenfalle des Internets liegt zweifelsohne in der Möglichkeit, Verträge für bestimmte Serviceleistungen abzuschließen. Das Abo für eine Onlinezeitschrift, für eine Webseite der Partnersuche, für gewerbliche Newsletter oder ähnliche Dinge ist aber vor allem eines – kostspielig. Dabei wirken die Angebote stets so harmlos und preiswert. Umgerechnet auf die Gesamtlaufzeit summieren sich die monatlichen Kosten aber zu erheblichen Beträgen.

Ratsam ist es daher, alle diesbezüglichen Anfragen genau zu lesen und – sofern die Dienstleistung überhaupt gewünscht ist – einen Preisvergleich im Internet vorzunehmen. Wurde ein Abo abgeschlossen, das nicht gewollt war, kann innerhalb einer zweiwöchigen Frist das Widerrufsrecht gebraucht werden. Nach diesem Zeitraum wird es ungleich schwieriger, aus dem Vertrag herauszukommen. Daher gilt für derartige Abonnements grundsätzlich: Drum prüfe, wer sich langfristig bindet.

So gehen Sie mit den Abo-Anfragen um:

  • Die meisten Angebote können nach kurzer Betrachtung weggeklickt werden.
  • Interessieren Sie sich für ein Abo, so betrachten Sie die gewährten Leistungen und die gegenüberstehenden Kosten genau.
  • Lässt sich im Internet ein ähnlicher Vertrag für weniger Geld finden? Vergleichen Sie die Inhalte und die Preise.
  • Haben Sie ein Abo abgeschlossen, das doch nicht Ihren Wünschen entspricht, so nutzen Sie die zweiwöchige Kündigungsfrist.

Schnell, mühelos, nicht immer preiswert – Einkaufen im Internet

Aber es müssen gar nicht einmal die Abonnements sein, die die Haushaltskasse strapazieren. Auch für den allgemeinen Einkauf wird die virtuelle Welt gerne einmal genutzt. Denn hier lässt sich nahezu alles finden, was in den herkömmlichen Geschäften meist lange gesucht werden müsste. Grenzüberschreitend lassen sich Waren und Preise vergleichen, können individuelle Anfertigungen in Auftrag gegeben und Raritäten erworben werden.

Zuweilen gelingt das alles sogar zu günstigen Kosten. Doch Vorsicht: Gerade für den Versand können noch einmal Aufschläge hinzukommen, die das vermeintliche Schnäppchen zu einer teuren Angelegenheit werden lassen. Ebenso muss bedacht werden, dass bei der Einfuhr bestimmter Artikel auch der Zoll den Einkäufer zur Kasse bittet und eine Steuer erhebt. Unter dem Strich betrachtet sind viele Artikel über das Internet daher doch überraschend kostspielig.

Worauf Sie beim Kauf über das Internet achten sollten:

  • Haben Sie sich für ein Produkt entschieden, so vergleichen Sie zunächst den Einkaufspreis.
  • Nutzen Sie dafür Suchmaschinen und Webseiten zum Preisvergleich.
  • Betrachten Sie anschließend die zusätzlichen Kosten für Versand und Verpackung.
  • Bei Käufen aus dem Ausland sollten Sie beim Händler zudem erfragen, welche Steuern für den Zoll anfallen können.

Mit einem Klick am Rande der Illegalität – die Frage der Downloads

Es heißt, im Internet lasse sich alles finden. Das mag sicherlich ein Vorteil sein. Doch daraus kann sich ein teures und vor allem juristisch relevantes Nachspiel entwickeln. Gemeint sind die vielzähligen Downloads, die dem Anwender offeriert werden. Ein Musikalbum, ein Film, das Anschauen eines Fußballspiels im Livestream – nicht jedes dieser Angebote ist legal.

Wer derartige Seiten öffnet und Dateien auf dem Computer speichert, sieht sich Wochen später nicht selten einer Abmahnung sowie Kosten im Bereich von 500 bis 1.000 Euro gegenüber. Ganz zu schweigen von jenen Summen, die im Rahmen eines Rechtsverfahrens hinzukommen könnten. Wer ein Produkt oder eine Dienstleistung beziehen möchte, sollte diese daher nicht auf illegalen Wegen erwerben, sondern rechtschaffen dafür bezahlen.

So schützen Sie sich vor teuren Downloads

  • Nicht jeder Download ist illegal: Nutzen Sie die dafür renommierten Webseiten.
  • Ist die Legalität eines Angebotes nicht offensichtlich, laden Sie nichts herunter.
  • Kostenfreie Musikalben, Songs, Filme oder Spiele, die im Handel teuer verkauft werden, können nicht mit dem Gesetz im Einklang stehen.
  • Nutzen Sie legale und kostenlose Downloads, die Ihnen etwa von Computerzeitschriften zur Verfügung gestellt werden.

Einfach mal spielen – der teure Markt für Onlinegames

Vielleicht wollen Sie nach einem langen Arbeitstag lediglich in eine fantastische Welt sinken und sich hier mit ein paar Freunden treffen. In den zahlreichen Onlinegames ist das möglich. Viele von ihnen stehen sogar kostenlos zur Verfügung, müssen also nicht durch ein Abonnement bezahlt werden. Doch das heißt nicht automatisch, dass darin nicht doch eine Schuldenfalle liegen könnte.

Viele Spiele entfalten erst dann ihr Potenzial, wenn der Anwender diverses Zubehör kauft – und real bezahlt. Damit eröffnen sich im Game einige Vorteile, auf die natürlich niemand verzichten will. Und wer im Sog des Vergnügens erst einmal gefangen ist, wird nicht bemerken, welche Summen er für vermeintlich unsinnige Zukäufe verschwendet. Daher ist es auch hier wichtig, sich nicht jeden Wunsch zu erfüllen, den das Herz begehrt.

So bleiben Ihnen unangenehme Kosten im Onlinegame erspart:

  • Nutzen Sie nur jene Bereiche des Spiels, die Ihnen kostenfrei zur Verfügung stehen.
  • Wenn Sie dennoch einen Vorteil erwerben wollen: Ist der Kauf wirklich nötig oder geht es nicht auch ohne ihn?
  • Vergeuden Sie Ihre Zeit nicht in derartigen Games, sondern setzen Sie sie nützlicher ein.

Ohne ihn geht es nicht – der DSL-Vertrag

Wer die virtuelle Welt des Internets betreten möchte, muss bei einem sogenannten Provider einen Vertrag abschließen. Doch die Inhalte und Preise für einen derartigen Kontrakt können zwischen den Anbietern abweichen. Schnell wird also eine Leistung bezogen und teuer bezahlt, die eigentlich nicht gebraucht wird. Vergleichen lohnt sich daher.

Der DSL-Vertrag muss allen individuellen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen. Ob Sie dabei eine Flatrate erwerben, mit der Sie rund um die Uhr bequem surfen können, oder ob Sie begrenzte Datentarife beziehen, muss stets im Einzelfall entschieden werden. Gerade die vermeintlich günstigen Pakete erweisen sich aber nicht selten als teuer: nämlich dann, wenn die Vielzahl der darin versprochenen Dienstleistungen nicht genutzt wird.

Bezahlen Sie nur, was Sie wirklich benötigen:

  • Analysieren Sie im Vorfeld Ihr Internetverhalten.
  • Vergleichen Sie die DSL-Verträge aller Anbieter.
  • Nutzen Sie bestimmte Tarife, um Ihrer persönlichen Lage gerecht zu werden.
  • Betrachten Sie, welche monatlichen Kosten insgesamt auf Sie zukommen.

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