Die 3 größten finanziellen Fehler beim Autokauf

//Die 3 größten finanziellen Fehler beim Autokauf

Die 3 größten finanziellen Fehler beim Autokauf

Ein Auto ist für die meisten Arbeitnehmer absolut notwendig. Über die Hälfte aller Autokäufe wird heute per Kredit finanziert. Die folgenden finanziellen Fehler beim Autokauf sollten jedoch unbedingt vermieden werden, um das Fahrzeug nicht zu riskieren und Schuldenfreiheit zu gewährleisten:

Fehler Nr. 1: Die falsche Finanzierung wählen

Es gibt vier Möglichkeiten, ein neues Fahrzeug zu erwerben:

1. Barzahlung:

Die Barzahlung bringt den Käufer in eine wesentlich bessere Verhandlungsposition. Das liegt daran, dass der Autohändler in der Regel bei der Finanzierung durch das dazugehörige Kreditunternehmen Zugeständnisse macht. In Niedrigzinszeiten ist dies jedoch weniger relevant. Hier lassen sich häufig Rabatte erwirken.

Vor allem Sonderausstattungen werden durch Barzahlung häufig wesentlich günstiger. Grund dafür ist, dass viele Finanzierungsangebote des Autohändlers oftmals mit einer bestimmten Ausstattung verknüpft sind.

Deswegen kann sich die Barzahlung auch dann lohnen, wenn dafür ein Kredit bei der Hausbank aufgenommen werden muss. Der Verhandlungsspielraum erweitert sich beim Barkauf und die Kreditkonditionen können sich verbessern, wenn Sie mehrere Angebote vergleichen.

2. Fahrzeugkredit:

Eine herkömmliche Fahrzeugfinanzierung benötigt in der Regel eine Anzahlung, wird danach jedoch über monatlich gleichbleibende Raten getilgt. Das sorgt dafür, dass die Ausgaben über einen längeren Zeitraum kalkulierbar bleiben und Autokäufer nur dann Probleme mit der Rückzahlung haben, wenn sich ihre finanziellen Verhältnisse radikal verschlechtern.

3. Ballonfinanzierung:

Bei der Ballonfinanzierung wird zuerst eine Anzahlung geleistet. Darauf folgen relativ niedrige monatliche Raten. Nach Ablauf der Ratenzahlung wird der Restbetrag auf einen Schlag fällig. Viele Konsumenten unterschätzen die Schlussrate, die bis zur Hälfte des Fahrzeugwertes ausmachen kann, ganz erheblich.

Wer die letzte Rate nicht zahlen kann, muss das Fahrzeug entweder zurückgeben oder eine Anschlussfinanzierung wählen, die in der Regel keine besonders guten Konditionen bietet.

4. Leasing:

Leasing ist aufgrund der steuerlichen Vorteile vor allem für Firmen interessant. Privatpersonen können ebenfalls profitieren, wenn sie Wert auf die neusten Modelle legen. Je nach Anzahlung ist die monatliche Leasingrate häufig niedriger als die Tilgungsraten bei einem Kredit.

Doch auch hier wird zu Beginn eine Anzahlung fällig, die bis zu einem Drittel des Fahrzeugwertes ausmachen kann. Leasingverträge ermöglichen es zudem, das Auto zum Vertragsende zu erwerben, was dann zur Folge hat, dass das Leasing eher einer Ballonfinanzierung ähnelt.

Zudem wird in der Regel eine Abschlussrate fällig, die sich nach dem Zustand des Fahrzeuges richtet. Leasing kann also ein finanzielles Risiko darstellen, wenn Händler den Restwert aufgrund von Gebrauchsspuren weit unter dem ursprünglich vereinbarten Betrag beurteilen.

Welche Finanzierung für das Fahrzeug?

Grundsätzlich ist die Barzahlung die beste Variante, da Kredite nur dann aufgenommen werden sollten, wenn es wirklich notwendig ist. Ein Großteil der Verbraucher greift trotzdem auf Fahrzeugkredite zurück. Um beim Fahrzeugkredit nicht zu viel zu zahlen, sollten zukünftige Kreditnehmer in jedem Fall unterschiedliche Angebote vergleichen und sich nicht nur auf den Händler verlassen.

Kalkulieren Sie im Vorfeld, welcher monatliche Betrag für die Abzahlung zur Verfügung steht und wählen Sie eine möglichst regelmäßige Finanzierung! Falls Sie damit rechnen, den Kredit vor der Laufzeit ablösen zu können, handeln Sie dafür günstige Konditionen aus. Das schützt Sie davor, plötzlich eine große Summe aufbringen zu müssen, wie es bei Ballonfinanzierungen notwendig ist.

Fehler Nr. 2: Betrug zum Opfer fallen

Gerade der Gebrauchtwagenmarkt scheint für viele ein wahres Paradies für Betrüger zu sein. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, wie Sie sich vor Betrug schützen können:

  • Kaufen Sie niemals Fahrzeuge, die Sie nicht gesehen haben.
  • Treten Sie auf keinen Fall in Vorausleistung.
  • Schließen Sie keine telefonischen oder schriftlichen Verträge mit Menschen ab, die Sie noch nie zuvor gesehen haben.
  • Lassen Sie das Fahrzeug von einer unabhängigen Stelle auf technische Mängel überprüfen.
  • Fahren Sie unbedingt ausreichend Probe und testen Sie dabei auch, wie sich der Wagen im Stadtverkehr verhält.
  • Lassen Sie sich nach Möglichkeit von einem Fachmann begleiten.
  • Vorsicht bei 0-%-Finanzierungen! In der Regel weisen solche Verträge nicht nur versteckte Kosten auf, sondern auch der Zinssatz wird sich innerhalb kurzer Zeit erheblich erhöhen.

Fehler Nr. 3: Fahrzeug nicht absichern

Grundsätzlich sollten Sie beim Thema Versicherung zwei Faustregeln beachten:

  • Was Sie finanziell nicht problemlos ersetzen können, sollten Sie ausreichend versichern.
  • Das Fahrzeug sollte so lange ausreichend versichert sein, bis Sie es abbezahlt haben.

Halten Sie sich nicht an mindestens eine dieser Regeln, ist ein größerer Schaden am Wagen eine finanzielle Katastrophe. Um nicht irgendwann die Grenzen Ihrer Belastbarkeit zu erreichen, sollten Sie bei der Versicherung nicht sparen. Bei alten Gebrauchtwagen jedoch kann es wirtschaftlich unsinnig sein, eine teure Versicherung zu wählen. Hier ist unter Umständen ein Kompromiss sinnvoll.

Zudem sollte der Kaufpreis bei Gebrauchtwagen so gewählt werden, dass eine finanzielle Reserve für Reparaturen zur Verfügung steht. Dies gilt vor allem bei privaten Verkäufern, da diese keine Gewährleistung geben. Gewerbliche Händler sind hingegen verpflichtet, einen Großteil der möglicherweise auftretenden Mängel zu beheben und sind in vielen Fällen kulant.

Dennoch stellt ein Gebrauchtwagen immer ein gewisses finanzielles Risiko dar. Neuwagen gelten als wesentlich zuverlässiger und sind durch den Garantieanspruch zumindest in den ersten Jahren nach dem Kauf kein Fass ohne Boden.

By |2016-12-05T10:56:56+00:00Dezember 4th, 2014|Schuldenfallen|0 Comments

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