Kreditumschuldung: So wird’s gemacht!

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Kreditumschuldung: So wird’s gemacht!2018-08-13T08:44:18+00:00

Vermutlich gehören auch Sie zu den Bürgern in Deutschland, die mindestens schon einmal einen Kredit aufgenommen haben. In der aktuellen Niedrigzinsphase können insbesondere Kunden, die sich für die Aufnahme eines neuen Darlehens entscheiden, von einem geringen Zinssatz profitieren. Daher stellen sich aktuell auch zahlreiche Verbraucher die Frage, ob die Umschuldung eines bestehenden Darlehens in einen neuen Kredit vorteilhaft ist.

Was beinhaltet eine Kreditumschuldung?

Von einer Kreditumschuldung wird immer dann gesprochen, wenn ein neues Darlehen aufgenommen wird, um einen oder mehrere bestehende Kredite vorzeitig abzulösen. Die Umschuldung eines Kredites kann aus mehreren Gründen sinnvoll sein, zum Beispiel:

  • Zinsersparnis durch günstigere Zinsen beim neuen Kredit
  • bessere Übersicht durch Ablösung mehrerer Darlehen
  • Reduzierung der Anzahl verschiedener Kreditgeber

Der häufigste Grund für eine Kreditumschuldung ist in der heutigen Zeit sicherlich, dass mit dem neuen Darlehen im Vergleich zum bisherigen Kredit Zinskosten eingespart werden können. In diesem und anderen Fällen sollten einige Schritte durchgeführt werden, damit die Umschuldung möglichst ideal verläuft.

1. Schritt: Aktuelle Kreditangebote miteinander vergleichen

Da eine Kreditumschuldung immer aus zwei Teilen besteht, nämlich zum einen aus der vorzeitigen Ablösung des alten Darlehens und zum anderen aus der Neuaufnahme eines Kredites, teilen sich die durchzuführenden Schritte hauptsächlich in diese zwei Bereiche auf. So ist es zunächst einmal zu empfehlen, dass Sie sich als Kreditnehmer die aktuellen Angebote im Darlehensbereich näher betrachten.

Dazu eignet sich am besten ein Kreditrechner, denn mit diesem Hilfsmittel können Sie sich innerhalb weniger Sekunden 30 oder mehr Angebote verschiedener Banken einander gegenüberstellen lassen. Bei einem derartigen Vergleich ist es wichtig, auf diverse Konditionen und auch Leistungsmerkmale zu achten. Daher sollten Sie vor allen Dingen die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • effektiver Zinssatz
  • optionale Sondertilgungen
  • eventuelle Gebühren
  • Laufzeit des Kredites
  • mögliche Darlehenssummen

Nachdem Sie den Vergleich der Angebote durchgeführt haben, können Sie sich für die Ihrer Meinung nach beste Offerte entscheiden. Anschließend gehen Sie zum zweiten Schritt über, nämlich der Beantragung des neuen Kredites.

2. Schritt: Neues Darlehen beantragen

Heutzutage ist es problemlos bei nahezu allen Banken möglich, den gewünschten Kredit online zu beantragen. Diese Option können Sie somit auch bei einer geplanten Umschuldung nutzen, indem Sie den Kredit bei der Bank, für die Sie sich aufgrund des durchgeführten Vergleiches entschieden haben, online beantragen.

In der Regel ist es lediglich notwendig, dass Sie einige persönliche Angaben machen und darüber hinaus näher definieren, welche Kreditsumme Sie wünschen und welche Laufzeit das Darlehen haben soll. Anschließend muss meistens noch das Postident-Verfahren zur Identifizierung durchgeführt werden und Sie haben die Aufgabe, einige Unterlagen einzureichen.

Nach Prüfung der Daten und Unterlagen erhalten Sie von zahlreichen Banken meistens schon nach wenigen Minuten eine Entscheidung, ob das Darlehen genehmigt wird oder nicht. Ist der Bescheid positiv, kann anschließend die Unterschrift der Kreditverträge durchgeführt werden.

3. Schritt: Bisherige Bank über geplante Kreditablösung informieren

Nachdem der neue Kredit in trockenen Tüchern ist, können Sie zum dritten Schritt übergehen. Dieser besteht darin, den aktuellen Kreditgeber darüber zu informieren, dass Sie das bestehende Darlehen gerne vorzeitig ablösen möchten.

Falls es sich um einen Ratenkredit handelt, wird es in der Regel keine Probleme geben, eine solche Ablösung vor Ende der Laufzeit durchzuführen. In diesem Fall wird Ihnen die Bank den aktuellen Schuldsaldo mitteilen, den Sie dann nach Auszahlung des neuen Darlehens ausgleichen können.

Soll allerdings mit dem neuen Kredit eine Umschuldung im Bereich einer Baufinanzierung vorgenommen werden, ist noch ein weiterer Punkt zu beachten. In diesem Fall berechnen die meisten Kreditinstitute nämlich eine Gebühr, die auch unter der Bezeichnung Vorfälligkeitsentschädigung bekannt ist. Dabei kann es sich um erhebliche Zusatzkosten handeln, die in der Praxis sogar dazu führen können, dass die Umschuldung wirtschaftlich keinen Sinn mehr macht.

Fazit zur Umschuldung eines Darlehens

In der Praxis ist die Umschuldung eines Kredites meistens problemlos möglich, insbesondere dann, wenn es sich um einen Ratenkredit handelt. Sie haben als Kreditnehmer lediglich die Aufgabe, sich für einen neuen Kredit zu entscheiden und anschließend die Ablösung des alten Darlehens vorzunehmen. Bei einem Baukredit ist zusätzlich zu beachten, dass oftmals eine Vorfälligkeitsentschädigung berechnet wird, sodass die Umschuldung dadurch eventuell keinen finanziellen Vorteil mehr bringt.